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Tennis in Filderstadt : Hingis' weiter Weg zurück an die Weltspitze

  • Aktualisiert am

An die eigene Nase gepackt: Aus für Martina Hingis Bild: dpa

In Filderstadt unterlag Martina Hingis der stark aufspielenden Russin Elena Dementjewa im Achtelfinale mit 3:6, 1:6.

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          Die vierfache Siegerin Martina Hingis unterlag am Donnerstag beim Tennis-Turnier in Filderstadt der stark aufspielenden Russin Elena Dementjewa mit 3:6, 1:6 und schied im Achtelfinale aus.

          „Ich fühle mich physisch besser, aber es kommt nicht immer alles zusammen. Leichte Fehler kann man sich nicht erlauben“, sagte die Schweizerin: „Ich wollte die Punkte zu schnell machen. Das aber geht gegen Elena nicht.“

          Hingis erst bei 70 bis 80 Prozent

          Gegen die platzierten und harten Longline-Schläge ihrer 20 Jahre alten Gegnerin hatte Hingis bei ihrem insgesamt neunten Auftritt in Filderstadt keine Chance. Immer wieder passierte die Olympia-Zweite von Sydney die ehemalige Weltranglistenerste mit ihren Vorhandschlägen. Hingis' Stärken blitzten nur selten auf.

          Nach ihrer langwierigen Verletzungspause, die im Vorjahr in Filderstadt mit einem Bänderriss begann, ist es für Martina Hingis noch ein weiter Weg zurück in die Weltspitze. Bei 70 bis 80 Prozent Leistungsvermögen sei sie nach eigener Aussage wieder angekommen. Der Tennisthron scheint aber im Moment unerreichbar. „Ich will mit den Besten mithalten“, ist daher das erklärte Ziel der ehemals jüngsten Nummer Eins.

          Casanova schaltete Henin aus

          „Es war ein sehr gutes Match, denke ich“, sagte Elena Dementjewa: „Ich bin froh darüber, wie ich heute gespielt habe.“ Nach der einstigen Nummer eins bekommt es die Russin nun mit einer Qualifikantin zu tun.

          Doch sie sollte vor dem neuerlichen Duell gegen eine Schweizerin gewarnt sein. Die Weltranglisten-68. Myriam Casanova setzte sich schließlich gegen die an Nummer vier gesetzte Justine Henin aus Belgien mit 7:5; 4:6; 6:4 durch.

          Clijsters spielte Majoli an die Wand

          Zuvor hatte Henins Landsfrau Kim Clijsters im Schnelldurchgang gegen Iva Majoli aus Kroatien mit 6:1, 6:2 gewonnen. Die 19-jährige Clijsters lies der überfordert wirkenden Kroatin kaum Zeit zum Durchatmen. Von Beginn an entwickelte die Weltranglistenneunte viel Druck. Mit ihrer Vorhand nagelte sie die French-Open-Gewinnerin von 1997 phasenweise an der Grundlinie fest.

          „Ich wusste, ich muss aggressiv spielen und bei meinen Returns dranbleiben“, erklärte Clijsters, die unter den Augen ihres Freundes Lleyton Hewitt eine überzeugende Vorstellung bot. „Ich versuche ganz locker zu sein, dann spiele ich am besten.“ In der Runde der letzten Acht trifft Kim Clijsters jetzt auf Titelverteidigerin Lindsay Davenport (USA), gegen die sie in sieben Matches nur zwei Mal gewinnen konnte.

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