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Tennis : Haas sagt Start in Wimbledon ab

  • Aktualisiert am

Tennis-Profi Thomas Haas wird auch in Wimbledon nicht spielen. „Er ist noch immer nicht 100-prozentig fit“, sagte sein Manager Stefan Füg.

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          Ihre Stoßgebete wurden nicht erhört. Tennis-Profi Thomas Haas kann in Wimbledon auch in diesem Jahr nicht spielen und sagte seinen Start bei den am Montag kommender Woche beginnenden All England Championships am Tag vor der Auslosung ebenso ab wie Monica Seles, Anna Kurnikowa und Ex-Champion Goran Ivanisevic.

          „Er ist noch immer nicht 100-prozentig fit“, sagte Haas' Manager Stefan Füg. Der 25-Jährige hat sich von den Folgen einer Schulteroperation am 19. Dezember noch nicht restlos erholt und kämpft in seiner Wahlheimat Florida um die Rückkehr in die Elite. „Es geht deutlich voran. Ich gehe definitiv davon aus, dass er in Stuttgart wieder spielen wird“, meinte Füg nach einem Telefongespräch mit dem vor seiner Verletzung besten deutschen Tennisspieler.

          Neuer Comebacktermin: Stuttgart Weissenhof

          Noch immer könne er zwar nicht mit ganzer Kraft aufschlagen, aber das Ende der Leidenszeit sei in Sicht. Wimbledon müsse er wie im Vorjahr, als Haas wegen des Motorradunfalls seiner Eltern pausierte, sausen lassen. Aber auf dem Stuttgarter Weissenhof (16. bis 22. Juli) sei er wieder dabei.

          Monica Seles (USA), Anna Kurnikowa (Russland), die wegen einer Rückenverletzung passen mußte, aber auch Thomas Johansson (Schweden), Marcelo Rios (Chile) und Goran Ivanisevic kämpften bis zuletzt um ihren Start.

          Neue Knieverletzung bremst Ivanisevic aus

          „In dieser Verfassung werde ich nicht in Wimbledon spielen“, hatte Seles schon nach ihrem Erstrunden-Aus in Paris angekündigt. Eine hartnäckige Fußverletzung zwingt die Wimbledon-Finalistin von 1992 immer wieder zu Pausen. Der Traum, einmal das prestige-trächtigste Tennisturnier der Welt zu gewinnen, bleibt für die inzwischen knapp 30-Jährige wohl unerfüllt.

          Auch 2001-Champion Ivanisevic versuchte alles und buhlte sogar um himmlischen Beistand. Eine neuerliche Knieverletzung machte dem 31- Jährigen zehn Tage vor dem ersten Aufschlag an der Church Road einen Strich durch seine Rechnung, ein letztes Mal auf dem „Heiligen Rasen“ antreten zu dürfen. Wundern durfte er sich darüber nicht. „Vor dem Endspiel in Wimbledon sagte ich zu Gott: Lass mich nur dieses Match gewinnen, selbst wenn ich nie wieder Tennis spielen kann.“

          „Linien ankreiden, Rasen mähen, Erdbeeren servieren“

          Tatsächlich habe danach der Schlamassel mit den vielen Verletzungen begonnen, nachdem er 13 Jahre lang ohne ernsthafte Blessuren durchgekommen war. „Jetzt ist es schwer, mit Gott noch ein Mal darüber zu verhandeln.“ Obwohl er auf das Tennis spielen verzichten muß, will der Kroate in Wimbledon dabei sein. „Es ist zwar so, als würde man nach Rom fahren und könnte den Papst nicht sehen. Aber vielleicht kann ich wenigstens den Rasen mähen, die Linien abkreiden oder Erdbeeren servieren.“

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