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Tennis : Clijsters verdächtigt Henin-Hardenne

  • Aktualisiert am

Gegenspielerinnen: Henin (l.) und Clijsters Bild: dpa/dpaweb

Nachdem Kim Clijsters bei den US Open gegen ihre belgische Rivalin verloren hatte, äußerte Vater Leo Clijsters, Verdachtsmomente wegen der "ungewöhnlichen physischen Fortschritte" von Justine Henin-Hardenne.

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          Wenige Tage nach der Verwicklung von Radprofi Johan Museeuw in einen Hormonskandal hat der belgische Sport die nächste Dopingaffäre. Diesmal betrifft er die beiden populärsten Sportlerinnen des Landes. Kim Clijsters und Justine Henin-Hardenne hatten sich während ihres Aufstieges bemüht, sich als "Freundinnen" zu geben und keine demonstrative Rivalität zuzulassen, auch um das Klischee des ewigen Streits zwischen Flamen und Wallonen nicht zu bedienen. Doch nun, da sie die beiden Besten der Welt sind, wird deutlich, daß zwischen ihnen die Chemie nicht stimmt.

          Nachdem die Weltranglistenerste Kim Clijsters am Samstag bei den US Open wie zuvor bei den French Open ein Grand-Slam-Finale gegen die belgische Rivalin verloren hatte, äußerte Leo Clijsters, einst Fußballnationalspieler und heute Manager seiner Tochter, im flämischen Radio Verdachtsmomente gegen die "ungewöhnlichen physischen Fortschritte", mit der die schmale Wallonin im Winter "ihre Muskelmasse verdoppelt" habe. Der frühere Spitzenspieler Filip Dewulf stimmte in einer Zeitungskolumne in die Andeutungen ein, wobei er wie Clijsters das Wort "Doping" strikt vermied.

          „Das motiviert mich noch mehr"

          Dafür nahm es Justin Henin-Hardenne in ihrer pikierten Erwiderung um so deutlicher in den Mund. "Die Arbeit ist mein einziges Doping", sagte sie nach ihrer Rückkehr aus New York auf dem Brüsseler Flughafen. Sie verwies auf die "regelmäßigen Blut- und Urinkontrollen", denen sie sich unterzogen habe, auch während der beiden Grand-Slam-Turniere, die sie gewann.

          "Ich bin absolut clean. Wenn sie mich mit solchen Äußerungen kleinkriegen wollen, haben sie keinen Erfolg. Das motiviert mich noch mehr." Ihr Trainer Carlos Rodriguez erklärte gegenüber der Zeitung "Le Soir", er schwöre "beim Leben meiner beiden Söhne, daß Justine noch nie ein Dopingmittel genommen hat." In Belgien werde versucht, einen Streit zwischen den beiden auszulösen.

          Vielleicht schaffen die beiden das aber auch ganz allein. Schon Ende Juli hatte Kim Clijsters die offenbar geschwundene Sympathie für die Kollegin deutlich gemacht, der sie nach ihrer Finalniederlage in San Diego vorwarf, Verletzungen vorzutäuschen, um bei ungünstigem Spielverlauf die Gegnerin durch Behandlungspausen aus dem Rhythmus zu bringen.

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