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Tennis : Agassi sagt für Wimbledon ab

  • Aktualisiert am

Hütet lieber Kinder: Agassi mit Steffi Graf und Sohn Jaden Gil Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Die 119. All England Championships der Tennisprofis in Wimbledon finden ohne Publikumsliebling Andre Agassi statt. Der Turniersieger von 1992 sagte den Veranstaltern ab - wohl aus Rücksicht auf die eigene Gesundheit.

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          Tennisprofi Andre Agassi verzichtet wie im Vorjahr auf das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon. Der Sieger von 1992 sagte per Fax bei den Organisatoren der am kommenden Montag beginnenden All England Championships ab. Bei den French Open hatte der 35 Jahre alte Amerikaner starke Rückenprobleme gehabt. Dort war der Ehemann von Steffi Graf in einem Fünf-Satz-Match gegen den Finnen Jarkko Nieminen, an dessen Ende er trotz Schmerztabletten kaum mehr gehen konnte, in der ersten Runde ausgeschieden.

          Mit schmerzverzerrter Miene war der älteste Spieler auf der Tour in Paris dem Qualifikanten aus Finnland unterlegen, hatte aber abermals betont, daß es keinen Plan für ein Karriereende gebe. Allerdings muß sich der Grand-Slam-Rekordhalter (58 Turniere seit 1986) immer häufiger Behandlungen unterziehen. „Ich bin wohl an dem Punkt, wo ich ohne diese Dinge nicht mehr auskomme“, bekannte er. Anfang des Jahres ließ er sich eine Kortison-Spritze in den Rücken geben, und auch mit Blick auf das Rasen-Turnier in England wollte er sich dieser Tortur unterziehen.

          Unvergessener Fünf-Satz-Sieg

          Vor 13 Jahren hatte Agassi das Traditionsturnier in einem unvergessenen Fünf-Satz-Spiel gegen den Kroaten Goran Ivanisevic gewonnen. Bei seiner bislang letzten Teilnahme im Jahr 2003 unterlag er dem späteren Finalisten Mark Philippoussis (Australien).

          Außer Agassi verzichten einige weitere hochkarätige Profis wegen Blessuren auf die Teilnahme. Elena Bowina (Rußland/Schulter), Edgardo Massa (Argentinien/Schulter), Albert Costa (Spanien/Knie), Gaston Gaudio (Argentinien/Schulter), Mardy Fish (USA/Handgelenk), Juan Ignacio Chela (Argentinien/Verletzung unbekannt), Mariano Zabaleta (Argentinien/Fuß) und Carlos Moya (Spanien/Schulter) sagten ebenfalls ab.

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