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Tempelhofer Tennisturnier : Haas verliert nach starkem Kampf gegen Thiem

  • Aktualisiert am

Tommy Haas retourniert einen Ball. Bild: dpa

Tommy Haas unterliegt Dominic Thiem im Einladungsturnier nach einem sehenswerten Schlagabtausch. Doch der ehemalige Weltranglistenzweite zeigt: Er kann noch mithalten.

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          Gut eineinhalb Stunden verlangte Tommy Haas seinem 16 Jahre jüngeren Gegner alles ab, glänzte mit der Rückhand, streute gefühlvolle Stoppbälle, doch es reichte nicht. Mit 6:7 und 3:6 verlor der Ex-Profi beim zweiten Einladungsturnier von Berlin im Halbfinale gegen den Weltranglistendritten Dominic Thiem aus Österreich.

          Vor allem im ersten Durchgang zeigte Haas für einen 42 Jahre alten Tennis-Rentner eine starke Performance und war dem Australien-Open-Finalisten im Hangar 6 des ehemaligen Flughafens Tempelhof ebenbürtig. Haas hatte zwei Satzbälle, in den entscheidenden Momenten wirkte Thiem aber frischer und zog nach dem Erfolg beim ersten Berliner Showturnier auf Rasen auch auf Hartplatz ins Finale ein.

          „Es wäre geil gewesen, wenn ich einen der beiden Satzbälle genutzt hätte. Dann wäre ich im Match-Tiebreak gewesen und hätte mich im zweiten Satz etwas ausruhen können“, meinte Haas, war aber auch so happy: „Das war eine tolle Erfahrung, gegen einen meiner Lieblingsspieler auf der Tour spielen zu können.“

          Haas empfiehlt sich

          Im Finale trifft Thiem (26) am Sonntag auf das erst 18 Jahre alte Super-Talent Jannik Sinner (16 Uhr/ServusTV und Eurosport). Der junge Südtiroler (ATP-74.) hatte sich in seinem Halbfinale nach einer abermals starken Vorstellung gegen den Weltranglistenzwölften Roberto Bautista Agut (Spanien) in zwei Sätzen mit 7:6 und 6:2 durchgesetzt.

          Für Haas hingegen ist Schluss. Der frühere Weltranglistenzweite (2002) machte aber in den Tagen von Berlin deutlich, dass er durchaus noch mithalten kann und empfahl sich für weitere Showauftritte mit den Profis. Der Olympiazweite von Sydney 2000 hatte vor drei Jahren seine Karriere beendet und ist mittlerweile Turnierdirektor von Indian Wells.

          Auch bei den Frauen findet das Finale am Sonntag ohne deutsche Beteiligung statt. Als letzte Deutsche kam am Samstag im Halbfinale das Aus für Andrea Petkovic. Die 32-Jährige aus Darmstadt unterlag der zweimaligen Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova (Tschechien/WTA-12.) mit 6:3, 4:6, 5:10 und schied aus.

          „Ich bin mit meiner Leistung nach der langen Pause zufrieden“, sagte Petkovic, die wegen einer Operation und Corona fast zehn Monate aussetzen musste. „Aber wenn man wieder auf dem Platz steht, will man natürlich auch gewinnen. Ich glaube, ich hatte auch Chancen“, sagte die 32-Jährige.

          Zuvor war die deutsche Nachwuchshoffnung Alexandra Vecic (Immendingen) im Viertelfinale an Petkovic gescheitert. Im zweiten Halbfinale war die Weltranglistenfünfte Jelina Switolina (Ukraine) überraschend völlig chancenlos gegen Anastasija Sevastova (WTA.-43.), die Lettin zog mit 6:1, 6:1 ins Finale ein.

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