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Stars, Stripes and Stories : Nowitzki: Würzburgs zweiter Exportschlager nach Röntgengerät

  • -Aktualisiert am

In Dallas zum Star gereift: Dirk Nowitzki Bild: dpa

Auch wenn Dirk Nowitzki das 50. All-Star Game der NBA nur fürs Fernsehen kommentierte, darf er sich als großer Gewinner fühlen.

          4 Min.

          Diesmal war für Dirk Nowitzki noch kein Platz auf dem Feld. Der Würzburger in Diensten der Dallas Mavericks schlüpfte daher beim 50. All-Star Game der NBA in Washington für „Premiere“ in die Kommentatorenrolle.

          An der Seitenlinie war der deutsche Nationalspieler als TV-Gast zwar hautnah am Geschehen, aber eben nicht mittendrin. Künstlerpech. Fast wäre Nowitzki aufgrund des verletzten Shaquille O'Neal (Los Angeles Lakers) noch in die Star-Formation gerutscht, nur NBA-Commissioner David Stern nominierte nicht ihn sondern Routinier Vladi Divac von den Sacramento Kings als Ersatz.

          Berufung wäre verdient

          Center für Center lautete die offizielle Erklärung, wenngleich Forward Nowitzki nach reinen Leistungskritierien die Berufung eher verdient gehabt hätte. „Eine Riesenehre“ wäre es für den 22-Jährigen gewesen, nach Detlef Schrempf als zweiter Deutscher beim Basketball-Spektakel mitzumischen.

          So machte er gute Miene zum unglücklichen Nominierungsspiel und genoß das traditionelle All-Star-Weekend „auch so in vollen Zügen“. Mit Kopfhörer und Mikrofon bewaffnet analysierte Nowitzki die Gala seiner Kollegen, die im ausverkauften MCI Center unter den Augen von Michael Jordan etliche Leckerbissen servierten.

          Am Ende eines sehr unterhaltsamen Vergleichs zwischen der Eastern und Western Conference behielt der „Osten“ nach einer dramatischen Schlußphase mit 111:110 die Oberhand, wobei der überragende Spielmacher Allen Iverson mit der MVP-Trophäe des wertvollsten Akteurs ausgezeichnet wurde.

          Platz drei beim Drei-Punkte-Wettbewerb

          Dirk Nowitzki bekam keinen Pokal überreicht, wenngleich er beim großen Showabend tags zuvor die Chance dazu hatte. Wie im Vorjahr in Oakland erreichte der 2,11 Meter-Riese beim Drei-Punkte-Wettbewerb das Finale, belegte aber im Duell der besten Weitschützen der Liga hinter Sieger Ray Allen (Milwaukee) und Pedrag Stojakovic (Sacramento) nur Platz drei.

          Dennoch durfte sich Nowitzki auch als Sieger fühlen, denn die All-Stars waren voll des Lobes über den Aufsteiger des Jahres und verurteilten dessen Nichtberücksichtigung für das große Finale.

          „Es ist wirklich eine Schande, dass Dirk beim All-Star Game nicht mitmachen durfte“, meinte Routinier Karl Malone von den Utah Jazz und auch Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers gestand dem deutschen Vorzeige-Basketballer „aufgrund einer bislang traumhaften Saison“ ein Teilnahmerecht beim Showdown der Stars ein.

          In aller Munde

          Nowitzki ist in aller Munde. Nicht nur bei den besten Basketball-Profis der Welt sondern auch bei den amerikanischen Fans, die den Hünen beinahe täglich in die Wohnstuben geliefert bekommen. Nun schon seit Wochen taucht bei den TV-Highlights des Spieltags dieser „Noo-Weets-Kee“ auf. Mal brilliert der Blondschopf mit einem Slam Dunk, mal mit einem sagenhaften Dreier.

          Als Serientäter spielt Nowitzki mittlerweile eine Hauptrolle, und die Medienprofis der NBA taten gut daran, den Fernseh-Moderatoren phonetische Hilfestellung zu geben. „German Wunderkind“ nennen ihn plötzlich die Gazetten, für den milliardenschweren Teambesitzer Mark Cuban verkörpert der Würzburger schlichtweg „die Zukunft der Mavericks“ und deshalb bot er seinem absoluten Liebling bereits einen Rentenvertrag an.

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