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Stars, Stripes and Stories : Der Traum vom Eintrag ins Geschichtsbuch

  • -Aktualisiert am

Hochgradig exzentrisch: Kobe Bryant Bild: EPA

Nach 19 Siegen in Folge wollen die Los Angeles Lakers als erstes NBA-Team mit weißer Playoff-Weste Meister werden. Das hat selbst Michael Jordan mit den Chicago Bulls nie geschafft.

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          Noch vor zwei Monaten funkten die L.A. Lakers SOS. Der Riss zwischen den beiden Superstars Shaquille O'Neal und Kobe Bryant schien nicht zu kitten, die gespaltene Basketball-Mannschaft lief ihrer Form hinterher. Vergangenheit.

          Plötzlich steuert der Champion dank seines Power-Duos in der NBA erneut auf Titelkurs und versetzt die Konkurrenz mit einer nie da gewesenen Siegesserie in Angst und Schrecken. Was steckt hinter dem Wunder von L.A.?

          Shaq: Bowling statt Training

          Bei den Lakers herrscht dieser Tage eine gewisse Lockerheit. Trainer Phil Jackson gab den Korbjägern am Montag frei, und auch am Mittwoch ruht die Trainingsarbeit. Erfolg ist, wenn man genüsslich die Beine hoch legen kann. Der Titelverteidiger hat sich die viele Freizeit verdient, da er die Playoff-Gegner bislang im Eiltempo aus dem Weg räumte. Erst die Portland Trailblazers, danach die Sacramento Kings und jetzt auch noch die San Antonio Spurs. Elf Spiele, elf Siege - schneller kann man das NBA-Finale nicht erreichen.

          Noch ein Superstar: Shaquille O´Neal

          Während die Lakers als Champion der Western Conference bereits feststehen, kämpfen die Philadelphia 76ers und Milwaukee Bucks noch erbittert um die Krone der Eastern Conference. In ihrer Best-of-Seven-Serie steht es 2:2, weshalb das Finale erst am 6. Juni im Staples Center von Los Angeles beginnen kann. Zehn Tage Basketball-Pause sind ungewohnt, aber die Lakers machen das Beste daraus. „Ich finde es prima", meint Center Shaquille O´Neal. „Ich kann relaxen und mit meinen Kids zum Bowling gehen."

          Who´s next?

          Angst davor, ihren Rhythmus oder die Einstellung zu verlieren, haben die Akteure nicht. „Jeder kennt das Ziel", erklärt Guard Derek Fisher. „Es heißt Titelverteidigung." Teamkollege Rick Fox geht sogar noch einen Schritt weiter. „Jeder hat Angst es auszusprechen, ich aber nicht. Jetzt will ich auch den absoluten Rekord", sagt der Forward in Hinblick auf die Mission, als erste Mannschaft der National Basketball Association die Playoffs ohne Niederlage zu überstehen. Dies ist selbst den großen Chicago Bulls um Lichtgestalt Michael Jordan nicht gelungen.

          Es ist aber keine Überheblichkeit, sondern das Bewusstsein der eigenen Stärke, das den Renommierklub vom Eintrag ins Geschichtsbuch träumen lässt. Und dieses Selbstbewusstsein steckt an. Auf den Stadtbussen blinkt einheitlich der Slogan „Go Lakers!" - und die Fans bekennen mit Vereinswimpeln an ihren Autoantennen wieder stolz (lila-goldene) Farbe. Auch die seriöse Los Angeles Times fragte im Überschwang der Gefühle in einer Schlagzeile: „Who´s next?" Was soviel bedeutet wie: Welchem Gegner dürfen wir als nächstes den Hintern versohlen?

          Spurs wurden gedemütigt

          Die Spurs um die eigentlich gefürchteten „Twin Towers" David Robinson und Tim Duncan haben genug einstecken müssen. Demütigungen und kein Ende. Nach der Auftaktniederlage (90:104) in eigener Halle war die Serie quasi gelaufen. „Wir sind wie eine Schulmannschaft aufgetreten", meinte ein verärgerter Sean Elliott, „dabei haben wir eine großartige Truppe."

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