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Riesenslalom in Val d’Isère : Die nächste Überraschung der deutschen Alpinen

  • Aktualisiert am

Fährt das Rennen seines bisherigen Ski-Lebens: Alexander Schmid Bild: Reuters

Alexander Schmid fährt in seinem erst achten Weltcup-Rennen beim Riesenslalom in Val d’Isère mit Startnummer 40 auf den sechsten Platz. Ein weiterer Deutscher ist noch schneller.

          Stefan Luitz hat im zweiten Riesenslalom des Olympia-Winters sein zweites Podestresultat eingefahren und seine starke Form bestätigt. Eine Woche nach seinem dritten Platz in Beaver Creek raste der 25 Jahre alte Skirennfahrer am Samstag bei schwierigen Bedingungen in Val d’Isère auf den zweiten Platz. Nur der Franzose Alexis Pinturault war um 0,28 Sekunden schneller als Luitz. Dritter wurde Marcel Hirscher aus Österreich (+0,54).

          Der junge Alexander Schmid (+1,01) überraschte in seinem erst achten Weltcup-Rennen mit dem sensationellen sechsten Platz und der direkten Qualifikation für die Olympischen Winterspiele. Der 23-Jährige konnte seine Leistung zunächst gar nicht fassen. „Ich muss erst mal eine Nacht drüber schlafen. Mal schauen, ob ich das dann realisiere. Momentan bin ich nur überglücklich“, sagte er. „Bei dem schweren Rennen, bei dem schweren Hang - es ist unglaublich, dass ich das erreicht habe.“ Die für den Abend geplante Heimfahrt sei gestrichen, „ich muss ja jetzt zur Siegerehrung“. Im Weltcup werden üblicherweise die besten Sechs am Abend vor den Fans gefeiert.

          „Der Bursche hat sich für Olympia qualifiziert! Das ist super. Wir sind wirklich glücklich über den heutigen Tag“, sagte Herren-Cheftrainer Mathias Berthold. „Das ist eine unglaubliche Überraschung, dass er es auch im zweiten Durchgang so konsequent durchgezogen hat von oben nach unten. Äußerst erfreulich natürlich.“

          Schon wieder aufs Siegerpodest gefahren: Stefan Luitz

          Für Schmid ist die Ehrung der Top sechs eine Premiere, Luitz dagegen hat bei dieser Zeremonie schon etwas Routine. „Heute ist auch ein Tag für Alex. Die Leistung, die er gebracht hat, ist echt enorm“, sagte er in der ARD über die Fahrt seines zwei Jahre jüngeren Teamkollegen. Dennoch war der 25-Jährige auch über sein zweites Podestresultat in seinem zweiten Riesenslalom dieses Winters überglücklich.

          Felix Neureuther ist seit zwei Wochen verletzt - doch die deutschen Skirennfahrer sind im Olympia-Winter dennoch so gut wie seit Jahren nicht mehr. „Der fehlt uns natürlich trotzdem enorm. Aber ich bin froh, dass wir die Lücke ein bisschen schließen konnten“, sagte Luitz. „Für uns ist das ehrlich klasse“, sagte Alpinchef Wolfgang Maier. „Die Jungs springen in die Bresche für den Felix, der war immer das Zugpferd.“

          Weil der nach dem ersten Durchgang führende Marcel Hirscher im zweiten Lauf an einem Tor hängen blieb und noch auf den dritten Rang zurück fiel, war nur Lokalmatador Alexis Pinturault schneller als Luitz. Der hatte schon zur Halbzeit auf dem zweiten Platz gelegen, zu diesem Zeitpunkt aber keine Freude am Skifahren verspürt: „Es ist von oben bis unten wirklich ein Kampf. Der schwere Hang, die Kurssetzung und die Sicht, es kommt alles zusammen“, sagte Luitz der ARD. „Das war heute wirklich kein Spaß.“

          Im Slalom am Sonntag rechnet Luitz wieder mit einem größeren Rückstand auf die Spitze, seine Ausgangsposition mit einer Startnummer zwischen 40 und 50 ist viel schlechter als im Riesenslalom. „Aber der Alex hat mir ja gezeigt, wie man das mit den hohen Startnummern macht.“

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