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Stabhochspringen : Lobinger gewinnt Silber bei der Lotterie 3 aus 20

  • Aktualisiert am

Zwei gelungene Sprünge reichten zu Silber: Tim Lobinger Bild: dpa

Stabhochspringer Tim Lobinger hat sich bei widrigen Bedingungen in Göteborg gut geschlagen und gemeinsam mit dem Franzosen Mesnil EM-Silber gewonnen. Alexander Averbukh (Israel) verteidigte seinen Titel von München.

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          Stabhochspringer Tim Lobinger hat sich zum Abschluß der Leichtathletik-EM unter widrigen Bedingungen tapfer geschlagen und Silber gewonnen. Der Kölner wurde höhengleich mit dem Franzosen Romain Mesnil Zweiter (beide 5,65 Meter). Alexander Averbukh (Israel) verteidigte mit 5,70 Metern seinen Titel von München.

          Lobinger, der schon 1998 EM-Silber und 2002 Bronze gewonnen hatte, wußte nicht, ob er sich ärgern oder freuen sollte nach der neuerlichen Niederlage gegen Averbukh. Dreimal war der 33 Jahre alte Hallen-Weltmeister bei 5,75 Meter gescheitert. „Es war eine Regen-Lotterie und es hing an Kleinigkeiten.“

          Börgeling einmal mehr ohne gültigen Versuch

          Die beiden Leverkusener Lars Börgeling und Richard Spiegelburg sind dagegen in dem Mammutfeld von 20 Startern ohne Medaillen geblieben. Der deutsche Meister Börgeling, im Vorfeld als Medaillenkandidat gehandelt, scheiterte an seiner Anfangshöhe von 5,50 Meter. Spiegelburg flog nur über 5,40 und belegte Platz 13.

          Lars Börgeling kann es nicht fassen: schon wieder ohne gültigen Versuch

          Vor vier Jahren in München hatte Börgeling noch vor Tim Lobinger die Silbermedaille gewonnen. 2005 war er dann jedoch bei der WM in Helsinki schon in der Qualifikation ohne Höhe geblieben. „Ich schwanke zwischen maßloser Enttäuschung und absoluter Wut. Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt ins Bett legen und heulen soll oder vor Wut etwas zertrümmere“, sagte der 27jährige.

          Keine Staffel-Medaille zum Abschluß

          Einmal Vierter, zweimal Fünfter und eine Wechsel-Panne: Die deutschen Staffeln trotz des geschlossenen Einzugs in die Final-Läufe ohne Medaille geblieben. Das mit den größten Hoffnungen gestartete 4x400-m-Quartett der Frauen belegte als Titelverteidiger nur Rang fünf. „Ich bin sehr enttäuscht. Es wäre sicherlich mehr möglich gewesen“, sagte Schluß-Läuferin Claudia Marx, die über 400 m Hürden Vierte geworden war und als Einzige aus dem Gold-Quartett von München 2002 noch dabei war: „Ich bin heute zum fünften Mal bei dieser EM gestartet. Vielleicht war das einfach ein Rennen zu viel.“

          Deutschlands Leichtathleten haben damit in Göteborg vier Titel und insgesamt 10 Medaillen (4/4/2) gewonnen. Nur Rußland war mit 12 Gold und insgesamt 34 Medaillen klar erfolgreicher als das deutsche Team.

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