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Sprint-Weltcup der Langläufer : Sachenbacher nutzt Heimvorteil

  • Aktualisiert am

Kleine Frau ganz groß: Evi Sachenbacher Bild: AP

Mit den Plätzen zwei und drei sind die Skilangläufer Evi Sachenbacher und Tobias Angerer beim Weltcup in Reit in Winkl in die Rolle der WM-Mitfavoriten gestürmt.

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          Mit den Plätzen zwei und drei sind die Skilangläufer Evi Sachenbacher und Tobias Angerer beim Weltcup in Reit in Winkl in die Rolle der WM-Mitfavoriten gestürmt. In zwei Wochen bei der Entscheidung über die Weltmeistertitel in Val die Fiemme „gehts vielleicht noch a bisserl schneller“, sagte Sachenbacher nach der besten Sprint-Saisonleistung der gesamten deutschen Mannschaft.

          Bei den Siegen von Marit Björgen (Norwegen) und Christian Zorzi (Italien) lagen die Olympia-Zweite Sachenbacher und Angerer im Finale nur jeweils sechs Zehntelsekunden zurück. Claudia Künzel (Oberwiesenthal) und Axel Teichmann (Lobenstein) unterstrichen auf den Rängen vier sowie sechs die gute Form der Auswahl von Bundestrainer Jochen Behle unmittelbar vor der WM (18. Februar bis 1. März).

          Sommerfeldt ausgeschieden

          Einzig der von sich selbst enttäuschte Weltcup-Zweite Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) schied nach taktischem Fehler bereits im Viertelfinale aus und wurde nur Neunter. „Gewinnen will ich immer, aber heute bin ich mit Platz zwei wirklich super zufrieden. Der Druck auf mich war schon enorm groß“, erklärte Sachenbacher. Bei den Rennen wenige Meter neben ihrem Elternhaus war die 22-Jährige natürlich der umjubelte Star.

          „Ich konnte mich kaum einlaufen. Die Kinder haben mich auf der Strecke verfolgt. Es war schon ein wenig nervig.“ Sachenbacher zeigte schon in der Qualifikation mit Bestzeit, dass sie in hervorragender Form ist und lief auch problemlos durch Viertel- sowie Halbfinale. Im Endlauf wurde sie dann am letzten Anstieg von Sprint-Spezialistin Björgen (dritter Saisonsieg) entscheidend abgehängt und konnte die Lücke im Zielspurt nicht mehr ganz schließen.

          Behle zufrieden

          „Nach Platz zwei und vier kann man nicht meckern. Aber ich würde mir von meinen Mädchen wünschen, dass sie ihre Rennen etwas frecher bestreiten und auch mal richtig gegenhalten, wenn es eng wird“, meinte Behle. Tobias Angerer fehlte im Finale auch am Schluss-Anstieg „das letzte Quäntchen Kraft. Da war doch ein kleiner Substanzverlust da.“

          Nach seinen souveränen Siegen im Viertel- und Halbfinale konnte der 25-Jährige so den Angriff von Zorzi und Jörgen Brink (Schweden) nicht ganz parieren. „Aber für mich war das heute ein tolles Ergebnis. Im Sprint ist es diesen Winter bisher noch nicht so richtig gelaufen. Ich merke, es wird Richtung WM immer besser. Das gibt mir große Zuversicht“, sagte Angerer.

          Fredriksson führt

          Nur Rene Sommerfeldt präsentierte sich im Sonnenschein der Alpen am Ende mit finsterer Miene. „Ich kann einfach nicht hinterherlaufen. Ich war Zweitschnellster in der Qualifikation und habe mich super gefühlt. Da wollte ich mein Viertelfinale locker von vorne gewinnen, und das war nicht gerade das Schlaueste“, kommentierte er seinen dritten Platz im Viertelfinale, der das vorzeitige Aus bedeutete. „Ausgerechnet auf der Strecke, die mir am besten liegt, habe ich mein schlechtestes Sprint-Ergebnis eingefahren. Das ist schade.“

          Auch, weil der 28-Jährige in Reit im Winkl die Chance vergab, die Führung im Gesamtweltcup zurückzuerobern. So bleibt der Schwede Mathias Fredriksson, der in Reit im Winkl nicht antrat, vorn. Bei den Damen fehlte die souveräne Weltcup-Spitzenreiterin Bente Skari (Norwegen) ebenfalls, weil Freistil-Sprints nicht gerade ihre Spezialität sind.

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