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Sportstätten : Die Schanze auf Bewährung

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Letzter Absprung Innsbruck Bild:

Das dritte Springen der Vierschanzentournee wird das letzte auf der Bergisel-Schanze sein. Wegen Sicherheitsmängeln erhielt Innsbruck nur eine Ausnahmegenehmigung.

          Das erste Springen von der Bergisel-Schanze fand 1927 statt, dabei sprang der Gasteiner Heinrich Mayerl 47,5 Meter. Ein Jahr später wurde ein Anlaufturm gebaut. Der Norweger Alf Andersen sprang danach einen viel beachteten Schanzenrekord von 63 Metern.

          Für die Durchführung der Ski-Weltmeisterschaften 1933 wurde die Bergisel-Schanze völlig neu konstruiert, und der Norweger Birger Ruud schraubte dann den Schanzenrekord auf 74 Meter. Anläßlich eines Fußball-Jugendturniers im Jahr 1941, bei der zwei Mannschaften die bereits baufällige Sprunganlage besuchten, brach der Anlaufturm zusammen. Vier Spieler starben, es gab mehrere Verletzte. Daraufhin wurde die Anlage komplett abgerissen.

          Nachdem der 2. Weltkrieg beendet war, wurde die Schanze nach den ursprünglichen Plänen neu errichtet und 1949 ihrer Bestimmung übergeben. 1964 wurde die Bergisel-Schanze für die Olympischen Winterspiele den neuesten Bestimmungen und Anforderungen angepaßt und vergrößert. Letzter Winter für die Anlage Anläßlich der Olympischen Winterspiele 1976 wurde die Sprunganlage in viermonatiger Bauzeit erneut vergrößert und mit einem Beton-Anlaufturm ausgestattet. 1985 fanden am Berg Isel die Großschanzen-Wettbewerbe der Nordischen Skiweltmeisterschaft statt. In den folgenden Jahren wurde das Schanzenprofil zur Anpassung an die Entwicklung der Sprungtechnik geringfügig verändert.

          Geplant war, die mittlerweile veraltete Bergisel-Schanze bis zur Vierschanzentournee 2000/2001 komplett neu zu renovieren, da das Zertifikat von der FIS nicht mehr verlängert wurde. Aber Probleme bei der Finanzierung verzögerten den Baubeginn, der nun erst 2001 erfolgen soll. Für die Vierschanzentournee 2000/2001 erhielt Innsbruck nochmals eine Ausnahmegenehmigung der FIS.

          Bei einer Massenpanik beim Air&Fly-Festival im Dezember 1999 waren vier junge Menschen ums Leben gekommen. Seitdem gelten verschärfte Sicherheitsauflagen.

          Technische Daten:

          Gesamthöhe: 123,4 m
          Turmhöhe: 24 m
          Anlauflänge: 91,3 m
          H:N: 0,575
          Länge der Aufsprungbahn bis Beginn Radius: 110 m
          Absprunggeschwindigkeit: 90 km/h
          Kalkulationspunkt: 110 m
          Juryweite: 113 m
          Gesamtlänge bis Beginn Auslauf: 316 m
          Fassungsvermögen des Stadions: 60.000 Zuschauer








          Schanzenrekord:

          120 m, Dieter Thoma (GER) am 4.1.1997



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