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Neues Meisterschaftskonzept : Deutsches Mini-Olympia in Berlin

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Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler am Schauplatz Olympiastadion: die European Championships 2018 finden Nachahmer mit den „Finals 2019“ Bild: dpa

Der sportliche Event-Trend geht zu Multi-Meisterschaften, um aus dem Schatten des Fußballs zu treten. Im kommenden Sommer wird Berlin Schauplatz von zehn Titelkämpfen an einem Wochenende.

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          Die Premiere der „European Championships“ Anfang August steht vor der Tür, bei der nahezu zeitgleich die Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin sowie die europäischen Titelkämpfe im Schwimmsport, Kunstturnen, Radsport, Rudern, Triathlon in Glasgow ausgetragen werden. Nun wird es im kommenden Jahr ein Pendant dazu mit gleich zehn deutschen Meisterschaften an einem Wochenende in einer Stadt geben.

          Zehn Sportarten halten am 3. und 4. August 2019 in Berlin ihre nationalen Titelkämpfe ab. Insgesamt werden 3400 Athleten teilnehmen, 194 Titel in 155 Disziplinen vergeben. Die ARD und das ZDF wollen mit fast 20 Live-Stunden über „Die Finals - Berlin 2019“ berichten. Bei dieser Premiere nehmen die Sportarten Bogenschießen, Bahnradsport, Boxen, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Schwimmen, Wasserspringen, Triathlon und Turnen teil. Fünf Sportarten sind im Olympiapark und im Olympiastadion von Berlin zu sehen. Weitere Schauplätze sind die Max-Schmeling-Halle, das Velodrom, die Schwimm- und Sprunghalle im Europapark sowie das Strandbad Wannsee. Für die Kanuwettbewerbe soll noch eine attraktive Strecke im Stadtzentrum gefunden werden.

          „Wir sind stolz darauf, dass Berlin erster Gastgeber dieses innovativen Konzepts sein wird“, sagte Sportsenator Andreas Geisel bei der Vorstellung des Veranstaltungskonzeptes am Montag im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin. Es sei „eine großartige Idee“, findet Kanu-Olympiasiegerin Franziska Weber: „Mit anderen Sportlerinnen und Sportlern zusammen zu sein, ist immer etwas Besonderes.“ Mit der geballten Wucht ihrer parallel ausgetragenen Meisterschaften wollen die olympischen Disziplinen auch aus dem Schatten von „König“ Fußball treten.

          „European Championships“ sind nicht „European Games“

          Ein ähnliches Konzept verfolgen auch die „European Championships“ in diesem Sommer mit Leichtathletik und Schwimmen als Zugpferden sowie fünf weiteren Sportarten. Bislang kämpften sie jeweils einzeln um Zuschauer, Sponsoren und mediale Aufmerksamkeit. Das soll durch ein einheitliches Erscheinungsbild und aufeinander abgestimmte Zeitpläne der sieben Sportarten einfacher werden.

          Das Fernsehen zeigt etwa 100 Stunden live. Das Übertragungs-Konzept wird  angelehnt an die erfolgreichen TV-Konferenzsendungen, die man aus den Wintermonaten kennt. Statt zwischen Bob, Eiskunstlauf und Nordischer Kombination wird nun beispielsweise zwischen Rudern, Kunstturnen und Radsport hin und her geschaltet.

          Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will sich zu dieser neuen Veranstaltung nicht äußern und verweist auf das European Olympic Committee (EOC), das Veranstalter der „European Games“ ist, die vor drei Jahren erstmals in Baku stattfanden. Sie vereinten 6000 Athleten aus 23 Sportarten, die wie bei Olympia auch gemeinsam untergebracht wurden. Vom 21. bis 30. Juni 2019 ist Minsk Schauplatz der zweiten Europaspiele.

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