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Plan von Fifa und Qatar : Fünf Zusagen für die WM 2022

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Steckt mehr dahinter als hehre Worte? WM-Gastgeber Qatar (rechts im Bild Scheich Joaan bin Hamad bin Khalifa Al-Thani bei der Klub-WM) sagt der Fifa und Präsident Gianni Infantino Besserungen zu. Bild: AP

Echter Wille oder nur hehre Versprechen? Der immer wieder kritisierte WM-Gastgeber Qatar und die Fifa haben Nachhaltigkeitszusagen gegeben. Die WM soll als Motor für gesellschaftliche Entwicklung genutzt werden.

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          Menschenrechte und Umweltschutz: Der Fußball-Weltverband Fifa hat sich für die WM 2022 in Qatar zu einer Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet. Diese entspräche den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, teilte Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura am Dienstag mit. Der Nachhaltigkeitsstrategie zufolge geht es etwa darum, die Rechte der Arbeiter zu schützen. Die Fifa will demnach sicherstellen, dass die Menschen unter ordentlichen Arbeitsbedingungen an den Sportstätten arbeiten und Zugang zu Arzneimitteln haben. Die Arbeitsbedingungen an den Baustellen der WM-Sportstätten stehen immer wieder in der Kritik. Unter anderem hatte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International die Arbeitsbedingungen in dem Golfstaat kritisiert.

          Die Arbeiter dürften sich nicht frei bewegen und würden zur Arbeit gezwungen, hatte der Vorwurf gelautet. Es läge auch in der Verantwortung der Fifa, Missbräuche zu verhindern, die im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft stehen, hatte Amnesty gefordert. Außerdem will die Fifa das Turnier für Menschen mit Behinderung zugänglicher machen und dafür sorgen, dass auch Fans mit geringem Einkommen daran teilnehmen können. Zum Schutz der Umwelt sollen Luftverschmutzung und Müllaufkommen durch die Sportstätten gering gehalten und der Ausstoß von Treibhausgasen ausgeglichen werden. Weiter soll die WM 2022 der Strategie nach zur wirtschaftlichen Entwicklung Qatars beitragen und ein Beispiel für verantwortungsvolle Führung etwa im Bereich Kampf gegen Korruption sein.

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