https://www.faz.net/-gtl-7ij6q

WM 2014 : Brasiliens Sportminister Rebelo tritt zurück

  • Aktualisiert am

Brasiliens Sportminister Rebelo tritt zurück: „Das wird die 20. Fußball-WM sein. Mindestens 19 liefen, ohne dass ich irgendwie beteiligt gewesen wäre.“ Bild: AP

Unruhe im WM-Gastgeberland Brasilien: Sportminister Rebelo hat seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Folgen für die WM fürchtet er nicht, obwohl sein Abschied in die Endphase der WM-Bauarbeiten fällt.

          1 Min.

          Der brasilianische Sportminister Aldo Rebelo will im Dezember ein halbes Jahr vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft seinen Posten abgeben. Auswirkungen auf die Vorbereitungen des Großereignisses in seiner Heimat erwarte er nicht, sagte Rebelo am Mittwoch (Ortszeit) lokalen Medien. „Das hieße meine Funktion und Rolle zu überschätzen. Das wird die 20. Fußball-WM sein. Mindestens 19 liefen, ohne dass ich irgendwie beteiligt gewesen wäre.“ Er wolle sich anschließend um den Gouverneursposten in São Paulo bewerben, hieß es aus seiner kommunistischen Partei.

          Rebelos Rückzug fällt in die Bau-Endphase der zwölf WM-Stadien. Der Weltverband FIFA hatte angemahnt, dass die Arenen bis Ende des Jahres fertiggestellt sind. Der 57-jährige Rebelo ist seit 2011 im Amt.

          In dem Gespräch mit Journalisten in Brasilia wies Rebelo zugleich Sicherheitsbedenken für die WM trotz der jüngsten Terrordrohungen zurück. Er habe volles Vertrauen in die zuständigen Behörden seines Landes und glaube nicht, dass „eine kriminelle Organisation eine Veranstaltung wie die Weltmeisterschaft bedrohen kann“, sagte Rebelo.

          Zuvor hatte die brasilianische Verbrecherorganisation „Primeiro Comando da Capital“ (PCC/Erstes Hauptstadt-Kommando) mit Anschlägen während der Weltmeisterschaft 2014 und den anschließenden Präsidentschaftswahlen gedroht. Die vor allem im Umkreis der Elf- Millionen-Metropole São Paulo agierende Bande kündigte eine „Weltmeisterschaft des Terrors“ an, sollten führende Köpfe des PCC in Gefängnisse mit verschärften Haftbedingungen verlegt werden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Corona-Krise : Warum die Zahlen in Spanien wieder ansteigen

          Nirgendwo in Westeuropa gibt es so viele Neuinfektionen wie in Spanien – und das, obwohl nahezu überall Maskenpflicht herrscht und die Behörden wieder Ausgangssperren verhängen. Nun warnt das Auswärtige Amt auch vor Reisen nach Madrid.
          Mike Pompeo und seine Frau Susan bei der Ankunft am Prager Flughafen am 11. August

          Zum Auftakt der Europareise : Pompeo erhält eine deutliche Botschaft

          Der amerikanische Außenminister besucht in dieser Woche vier europäische Länder. Es geht um Truppenstationierungen und um China. Gleich zu Beginn kommt aus Moskau deutliche Kritik: vom deutschen Außenminister.

          Putins Corona-Politik : Der Impfstoff-Murks aus Moskau

          Putin hat mit der Zulassung des weltweit ersten Corona-Impfstoffs vielleicht seinen Sputnik-Moment, doch Sektkorken knallen keine. Das rücksichtslose politische Manöver kann der Impfstoffentwicklung weltweit schaden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.