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Winterspiele 2026 : Ärger vor Olympia-Abstimmung in Tirol

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DJ Ötzi alias Gerri Friedle wirbt für Olympische Spiele in Österreich. Bild: dpa

Tirol will sich für die Olympischen Winterspiele 2026 mit Innsbruck als Zentrum bewerben. Zuvor gibt es allerdings eine Volksbefragung. Doch schon die Fragestellung sorgt für einigen Unmut.

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          Der „DJ Ötzi“ gehört zu den Befürwortern einer Tiroler Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2026 mit Innsbruck als Zentrum. Ob Gerri Friedle, wie er bürgerlich heißt, die knapp 537.000 Wahlberechtigten der Volksbefragung wirklich hat positiv stimmen können, wird das Ergebnis am Sonntag zeigen. Das Land hat sich bemüht, mögliche Einwände der Bevölkerung zu zerstreuen. Die öffentliche Hand würden die Spiele keinen Euro kosten, versicherte etwa Landeshauptmann Günther Platter. Der Beitrag des Internationalen Olympischen Komitees, Einnahmen durch Ticketverkäufe und Sponsoren reichten aus, um die Kosten von 1,175 Milliarden aufzubringen. Es sollten vor allem bestehende Sportstätten genutzt werden. Auf diese Weise kommt auch die Eisschnelllauf-Bahn in Inzell ins Spiel.

          Die Fragestellung lautet: „Soll das Land Tirol ein selbstbewusstes Angebot für nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische und Paralympische Winterspiele Innsbruck-Tirol 2026 vorlegen?“ Nach Meinung der Kritiker ist sie wertend und manipulativ, weshalb sie angekündigt haben, das Ergebnis der Befragung juristisch anzufechten. Referenda zum Thema Olympia-Bewerbung sind in der Vergangenheit vielfach negativ ausgegangen. Innsbruck sagte 1993 und 1997 nein. München und Garmisch-Partenkirchen lehnten 2013 eine Bewerbung für Winterspiele ab, Hamburg 2015 für Sommerspiele. 1964 und 1976 wurden Winterspiele in Innsbruck abgehalten. 2012 veranstaltete Innsbruck die Olympischen Jugendspiele.

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