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Winterspiele 2022 : Norweger gegen Olympia

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Der Holmenkollen, die Wiege des nordischen Skisports: Modernisiert und erleuchtet, aber nicht bereit für Olympia? Bild: dpa

Die Lust auf Olympische Spiele in den klassischen Sportnationen bröckelt immer mehr. Einer Umfrage zufolge will die Mehrheit der Norweger keine Winterspiele in Oslo.

          Eine Mehrheit der Norweger steht laut einer Umfrage nicht mehr hinter der Bewerbung Oslos als Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2022. Sechs von zehn befragten Norwegern hätten sich gegen ihre Hauptstadt als Austragungsort ausgesprochen, berichtete am Montag die Zeitung „Klassekampen“, die die Untersuchung unter 1000 Menschen landesweit in Auftrag gegeben hatte. Knapp 35 Prozent befürworteten die Spiele im eigenen Land.

          Bei einem Referendum zusammen mit den Parlamentswahlen im vergangenen September hatten noch gut 55 Prozent der Norweger für die Olympischen Spiele in Oslo gestimmt. Laut der Umfrage hat jetzt noch nicht einmal in der Hauptstadt die Mehrheit der Menschen Lust auf Olympia.

          Neben Oslo sind noch das ukrainische Lwiw, Peking, Almaty in Kasachstan und die polnische Stadt Krakau im Rennen. Das Internationale Olympische Komitee entscheidet im Sommer 2015 über den Gastgeber der Spiele. Norwegen war schon zweimal Austragungsort der Winterspiele, 1952 mit Oslo und 1994 mit Lillehammer. Dort sollen auch 2022 Wettkämpfe stattfinden, falls Oslo den Zuschlag erhält.

          Eine Kandidatur Münchens für die Spiele in acht Jahren war an einem Bürgerentscheid im vergangenen November gescheitert. Das schweizerische Graubünden und Stockholm haben ihre Bemühungen ebenfalls aufgegeben.

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