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Der (un-)politische Sport : Raus damit!

Mit erhobener Faust demonstrieren Tommie Smith (Mitte) und John Carlos (rechts) bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko. Bild: AFP

Halt den Mund und lauf: Weil die Politisierung des Sports zugenommen hat, pochen Verbände auf das Verbot politischer Gesten in Arenen. Dabei sind sie selbst nicht neutral.

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          Wir lassen uns nicht auf der Nase rumtanzen und von Minderheiten kaputtmachen.“ In der vergangenen Woche kündigte der Vorsitzende des Kreisfußballverbandes Recklinghausen, Hans-Otto Matthey, heftigen Widerstand an. Auch der Fußball-Verband Bayerns wollte gegen jeden türkischstämmigen Spieler unerbittlich vorgehen, der einen militärischen Gruß als Verbeugung vor der türkischen Armee auf dem Feld wagt, just als Einheiten Nordsyrien unter Feuer legten.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Politische Botschaften im Sport? Auf den ersten Blick entstehen im besten Fall Missverständnisse. Im schlechteren kommt es zu unversöhnlichen Konfrontationen. Im schlimmsten wirken sie in den Arenen wie der Funke im Pulverfass: Hetzjagden, Gewalt, Mord, Totschlag. 1969 führte das Verbrennen der gegnerischen Nationalflagge in einem WM-Qualifikationsspiel zwischen Honduras und El Salvador im Streit um die Vertreibung von Migranten zu einer Invasion und blutigen Kämpfen. 2100 Soldaten und Zivilisten kamen im sogenannten Fußballkrieg ums Leben.

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