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Zu Besuch beim DFB : Das Spiel des Kanzlers

  • -Aktualisiert am

Fordert „Equal Pay“ im Fußball: Kanzler Scholz Bild: dpa

Das Engagement von Olaf Scholz für den Fußball der Frauen ist so populär wie hilfreich. Aber wenn der Kanzler es ernst meint, muss er Sport als das in der Gesellschaft durchsetzen, was er ist: ein Bildungsfaktor.

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          Ein Kanzler beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt, das ist selten. Olaf Scholz ist wegen der Frauen gekommen. Der Zeitpunkt konnte nicht besser sein, zehn Tage nach dem EM-Finale in London und mitten in einer Aufbruchstimmung für eine bessere Förderung. Dem Ansehen des Regierungschefs wird dessen Forderung nach gleich hohen Prämien beim Männer- wie beim Frauen-Team des DFB kaum schaden. Gleichzeitig erhielt der Verband mit dem Auftritt des Kanzlers auf seinem nagelneuen Campus Hilfe von außen, das Image des Intrigantenstadls peu á peu wieder abzustreifen. Alle Beteiligten haben bei dem PR-Termin am Dienstag etwas gewonnen.

          Das Engagement des SPD-Politikers für den Fußball der Frauen, reicht es über die Prämienregelung und Kabinenbesuche hinaus, wird niemand bei Verstand kritisieren. Mit Blick auf die Lage des Sports im Land aber stellt sich die Frage, ob Scholz nicht weit über den Fußball hinaus als Sportpolitiker seinen Einfluss geltend machen müsste. Seine Vorgängerin trat mehr oder weniger nur als Klatsch-Kanzlerin in großen Momenten des deutschen Fußballs auf. Der übrige Sport interessierte sie nicht. Tickt Scholz anders?

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