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Breitensport in Hessen : Wie Hessen sich wieder bewegen darf

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Das Schild kann abgehängt werden: Der hessische Sport darf wieder trainieren. Bild: AFP

Hessens Innenminsiter Beuth macht den Weg frei für den Breitensport. Wettkämpfe wird es in absehbarer Zeit indes noch nicht geben. Fachverbände geben Verhaltenstipps. Die Turner üben Kritik.

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          Hessen lockert in allen Bereichen. Und auch der Sport öffnet seine Trainingsplätze von diesem Samstag an wieder für den Breitensport. „Wir haben vor, dass wir zum Wochenende wieder den Breiten- und Freizeitsport ermöglichen“, sagte Hessens Sportminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag vor der Sitzung des Corona-Kabinetts. Ein Wettkampfbetrieb werde noch nicht möglich sein, „aber dass man wieder Sport treibt in seiner Sportart, das wollen wir wieder ermöglichen“. Ein Unterschied bei den Sportarten selbst solle nicht gemacht werden, „das heißt, wenn wir öffnen, werden wieder alle Sportarten möglich sein, allerdings unter den Voraussetzungen: kontaktfrei und an der frischen Luft“, so Beuth. Außerdem gebe es Hygieneauflagen und Regeln der einzelnen Sportfachverbände, die zu beachten seien.

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          „Die Lockerungen sind ein erster kleiner Schritt, um die Aktivitäten in den Vereinen wieder hochzufahren. Dass die Menschen ihre Sportarten im Verein unter freiem Himmel ausüben dürfen, ist gut, aber im Gesamtgefüge der anderen Lockerungen, die jetzt Schritt für Schritt kommen, nicht transparent und nachvollziehbar“, kommentierte Ulrich Müller, der Vizepräsident des Hessischen Turnverbandes, die Ankündigung. „Die meisten Vereinsangebote unserer Mitgliedsvereine können immer noch nicht angeboten werden, da es sich überwiegend um Indoor-Aktivitäten wie Gerätturnen, Fitness- und Gesundheitskurse, Rhönradturnen und so weiter handelt.“ Und er fügte an: „Wenn Öffnungen von Restaurants und Fitnesscentern möglich werden, muss auch der Vereinssport, der klare Strukturen und eine Nachvollziehbarkeit der Anwesenheit hat, Berücksichtigung finden. Dass dies bisher nicht erfolgte, ist enttäuschend.“

          Tipps der Fachverbände

          Für die vielen Fitnessstudios hatte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier eine positive Nachricht parat. Bouffier, der sich am späten Nachmittag ausführlich zu den zuvor vom Corona-Kabinett getroffenen Beschlüssen äußerte, schloss in den Kanon der vielen Öffnungen auch die Fitnessstudios mit ein. Mehr als zwölf Millionen Bundesbürger suchen regelmäßig Fitnessstudios auf; in Hessen dürfen sie dies nach Wochen der Pause nun wieder vom 15. Mai an tun.

          Stefan Reuß, der Vorsitzende des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV), wandte sich nach Bekanntwerden der Lockerungsbeschlüsse per Mail mit Tipps zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs an alle Verbandsmitarbeiter und Vereine des HFV. Tenor seiner Botschaft: „Wir freuen uns, dass wir ab kommenden Samstag wieder behutsam in den Trainingsbetrieb einsteigen können. Es ist ein tolles Gefühl, wieder den Ball am Fuß zu haben.“

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