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Leichathletik : Whistleblowerin Stepanowa darf bei EM starten

Dar wieder laufen: Julia Stepanowa Bild: dpa

Julija Stepanowa und ihr Mann Witali haben systematisches Doping in der russischen Leichtathletik entlarvt und wegen ihrer Sicherheit Russland verlassen. Nun darf sie als „neutrale Athletin“ an der EM teilnehmen.

          Die russische 800-Meter-Läuferin Julija Stepanowa wird als „neutrale Athletin“ an der Europameisterschaft in Amsterdam teilnehmen. Das teilten der Weltverband (IAAF) und der europäische Verband am Freitag mit. Laut Regel 22.1A ist sie „als jemand, der einen wirklich außergewöhnlichen Beitrag zum Schutz und zur Förderung von sauberen Sportlern, Fair Play sowie der Integrität und der Authentizität des Sports geleistet hat“, startberechtigt. Julija Stepanowa und ihr Mann Witali haben systematisches Doping in der russischen Leichtathletik entlarvt und wegen ihrer Sicherheit Russland verlassen.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Die russische Leichtathletik ist von Olympia ausgeschlossen; zudem droht die Suspendierung der gesamten russischen Mannschaft für den Fall, dass die Untersuchung des kanadischen Juristen McLaren systematisches Doping im russischen Sport nachweist. Regel 22.1A wurde geschaffen, um Julija Stepanowa mit der Olympia-Teilnahme belohnen zu können.

          Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verweist auf die Hoheit des russischen Nationalen Olympischen Komitees, die russische Mannschaft zu nominieren. Unter Olympischer Flagge dürfe Julija Stepanowa demnach nicht antreten. Laut IAAF bewerben sich mehr als 80 russische Leichtathleten um den Status neutraler Athleten, unter ihnen Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa.

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