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„Weltspielerrat“ im Fußball : „Wenn nicht mal Mesut Özil etwas sagen kann“

Kampf gegen Rassismus: Vincent Kompany vermisst Vielfalt im Fußball und seinen Verbänden. Bild: Reuters

Vincent Kompany spricht bei der Vorstellung des „Weltspielerrats“ über Rassismus im Fußball – und den einzigen Weg im Kampf dagegen. Auch die Fußballer nehmen nun offenbar eigene Belange selbst in die Hand.

          5 Min.

          Vincent Kompany hat seine Karriere beim RSC Anderlecht begonnen, für den Hamburger SV gespielt und als Kapitän von Manchester City vier englische Meisterschaften gewonnen, er hat Belgien zum dritten Platz bei der Weltmeisterschaft 2018 geführt. Aber am Dienstagabend spricht Kompany über das, was seine Mutter ihm und seinen Geschwistern mit auf den Weg gegeben hat. „Wir waren zehn, zwölf Jahre alt“, sagt Kompany in Brüssel, „und sie arbeitete für den belgischen Staat, für die Arbeitsagentur. Sie hatte die Zahlen, sie hatte die Belege. Und sie sagte uns: ,Um es zu schaffen, müsst Ihr doppelt so hart arbeiten wie andere.‘“

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Kompany spricht vom Rassismus. Die Spielergewerkschaft Fifpro stellte am Dienstagabend in Brüssel ihren Global Player Council, ihren „Weltspielerrat“, der Öffentlichkeit vor. Mehr als ein Dutzend Fußballprofis, Männer wie Frauen, die sich über die Ligen und Kontinente hinweg mit den Themen auseinandersetzen wollen, die Spielerinnen und Spieler im 21. Jahrhundert beschäftigen. Aus der Bundesliga sind der Frankfurter Torwart Kevin Trapp und Union Berlins Verteidiger Neven Subotic dabei, auch sie sollen das „Mandat der Fifpro und der 65 in ihr vertretenen Spielervereinigungen stärken, um die Interessen und Rechte der Spieler zu schützen“.

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