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Biathlon : Vier Doping-Verstöße

  • Aktualisiert am

Biathlon im Zwielicht: Offenbar gibt es neue Doping-Fälle Bild: Reuters

Der Biathlon-Weltverband hat offenbar neue Probleme: Vier russische Athleten sollen die Anti-Doping-Regeln verletzt haben. Sie haben nun 14 Tage Zeit, auf die Vorwürfe zu reagieren.

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          Russland und dem Biathlon-Weltverband IBU stehen offenbar weitere Doping-Fälle bevor. Die IBU gab am Donnerstag bekannt, dass sie den russischen Verband und vier russische Athleten über eine Verletzung der Anti-Doping-Regeln in Kenntnis gesetzt habe. Die Russen haben nun 14 Tage Zeit, auf die Vorwürfe zu reagieren. Wird der Anti-Doping-Regelverstoß nicht als solcher akzeptiert, werden die Fälle offiziell an das Anti-Doping-Panel der IBU weitergeleitet. Weitere Details, etwa ob es sich bei den Beschuldigten um Frauen oder Männer handelt, gab die IBU nicht bekannt. Der Verband betonte, dass er vorerst keine weiterführenden Informationen preisgeben werde.

          Die neue Doping-Affäre ist aus mehreren Gründen heikel. Die IBU, die vom 7. September an im kroatischen Ort Porec zu ihrem Wahlkongress zusammentrifft, befindet sich seit Monaten in einer tiefen Glaubwürdigkeitskrise. Anfang April war öffentlich geworden, dass seit Ende 2017 Ermittlungen der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien wegen Doping- und Betrugsverdachts sowie Geschenkannahme laufen. Die Ermittlungen richten sich gegen den ehemaligen Präsidenten Anders Besseberg sowie russische Sportler und Betreuer.

          Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte daraufhin alle Zahlungen an die IBU eingestellt. Die Zuwendungen sollen erst dann fortgesetzt werden, wenn der Weltverband unter anderem einen neuen Präsidenten gewählt und seine Anti-Doping-Verfahren reformiert habe, hieß es vom IOC. Die Präsidentenwahl findet in Porec statt. Korrupte Funktionäre sollen seit 2011 65 – vor allem russische – Doping-Fälle vertuscht haben.

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