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Wechsel mit Tücken beim DFB : Neuer Kopf, alter Geist

Der neue Mann an der DFB-Spitze: Fritz Keller Bild: dpa

Der allseits geschätzte Fritz Keller muss als Präsident die Glaubwürdigkeit für den DFB zurückgewinnen. Das Vertrauen wurde auch von denjenigen verspielt, die ihn für das Amt auserkoren haben.

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          Dass Fritz Keller an diesem Freitag von einer überwältigenden Mehrheit der Delegierten auf der sich selbst etwas hochtrabend DFB-Bundestag nennenden Versammlung zum neuen DFB-Präsidenten gewählt wird, ist nur noch eine formale Sache. Der bisherige Präsident des SC Freiburg wird in Frankfurt das Erbe von drei Vorgängern antreten, deren Amt oder Amtszeiten allesamt im Schatten eines Sommermärchens standen, das den Verband wie kein anderes Ereignis in die Tiefe gezogen hat. Theo Zwanziger muss sich wegen dieses Falls noch vor Gerichten in Deutschland und der Schweiz verantworten, ebenso sein Nachfolger Wolfgang Niersbach, der über die Aufarbeitung des Skandals um bis heute ungeklärte Millionenzahlungen seinen Posten verloren hatte.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Nur in diesem sumpfigen Gelände war es den Amateurvertretern vor gut drei Jahren überhaupt möglich, mit Reinhard Grindel einen mit dem DFB-Spitzenposten recht bald überforderten Politiker aus der zweiten Reihe in das hohe Ehrenamt zu hieven, das diesen Namen schon seit ein paar Jahren kaum mehr verdient. Grindel fiel schließlich über ein Uhrengeschenk eines ukrainischen Fußballfunktionärs aus dem Reich der Oligarchen.

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