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Anerkennung des E-Gamings : Warum der DOSB beim E-Sport standhaft bleiben muss

  • -Aktualisiert am

Tore fallen längst nicht mehr nur alleine auf dem grünen Rasen. Bild: Reuters

In der Debatte um die Anerkennung des E-Gamings stellt die Politik die Autonomie des organisierten Sports in Frage. Spitzenverbände und Landessportbünde handeln konträr zur Position des DOSB. Das Leitbild des Sports ist in Gefahr. Ein Gastbeitrag.

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          Seit längerem bemüht sich die Game-Industrie intensiv um eine Anerkennung des E-Gamings als E-Sport. Hauptprotagonisten dieser Aktionen sind „game e.V.“ mit der Stiftung „Digitale Spielkultur GmbH“ und der „eSport-Bund“ (ESBD). Beide Institutionen arbeiten eng zusammen, argumentieren aber unterschiedlich, einerseits ökonomisch, andererseits sportpolitisch-ethisch. Erreicht werden soll die Anerkennung von E-Gaming als Sport vorrangig über die Politik. Sowohl im Koalitionsvertrag von CDU, FDP und Bündnis 90/DieGrünen für Schleswig-Holstein (2017) als auch im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD der Bundesrepublik (2018) ist die Förderung des E-Sports/E-Gamings festgeschrieben.

          Die Bundesregierung ist in die Pflicht genommen worden, sich für die Aufnahme des E-Sports im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und für die Anerkennung als olympische Sportart im Internationalen Olympischen Komitee einzusetzen. In Schleswig-Holstein wird die Gründung einer „eSport-Akademie“ mit Landesmitteln gefördert. Sie soll „einen Beitrag leisten, der sich an Übungsleiter von Breitensportvereinen, an Schulen, an Eltern und an Freizeit-eSportler wendet“. Aus Sicht der Staatsministerin für Digitales im Bundesinnenministerium, Dorothee Bär, nimmt „die Games-Branche eine Schlüsselrolle für den Digital-Standort Deutschland ein. (...) Daher ist es besonders wichtig, die Pläne der Bundesregierung für eine bessere Förderung von Games und E-Sport jetzt Wirklichkeit werden zu lassen.“

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