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Gedopte russische Fußballer : Wada wartet „sehnlich“ auf Fifa-Ergebnis

Witali Mutko meint, im Fußball habe es nie Doping gegeben und werde es nie Doping geben. Bild: Reuters

Zwar sagt der stellvertretende russische Ministerpräsident Mutko, im Fußball habe es nie Doping gegeben, doch der gesamte russische WM-Kader könnte Teil des staatlichen Dopingprogramms gewesen sein.

          Die Welt-Anti-Doping Agentur (Wada) hat klargestellt, dass der Internationale Fußball-Verband (Fifa) verpflichtet ist, die Ergebnisse seiner Untersuchung der verdächtigen russischen Fußball-Nationalspieler der Wada mitzuteilen. „Die Wada hat das Recht, jede Entscheidung anzufechten, die nicht in der Aufnahme eines Doping-Verfahrens gegen einen Sportler resultiert“, teilte eine Wada-Sprecherin auf Anfrage mit. Man habe die Berichterstattung der britischen Zeitung „Mail on Sunday“ zur Kenntnis genommen und warte „sehnlich“ auf ein Ergebnis der Untersuchung durch die Fifa.

          Diese hatte am Sonntag bestätigt, dass sich der Verband mit der möglichen Verstrickung von russischen Kaderspielern im staatlich unterstützten Doping-System beschäftige. Die „Mail on Sunday“ hatte berichtet, dass der gesamte Kader, der für Russland bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 angetreten war, sowie elf weitere Spieler untersucht würden. Die Fifa hatte bei ihrer Bestätigung keine konkreten Angaben zur Identität der Spieler genannt. Witali Mutko, stellvertretender russischer Ministerpräsident und Vorstand des Organisationskomitees für die Weltmeisterschaft 2018, hatte daraufhin – und ungeachtet von früheren Doping-Sperren gegen Spieler aus dem Kader von 2014 – gesagt, im Fußball habe es nie Doping gegeben und werde es nie Doping geben. Alexej Sorokin, der Cheforganisator der Weltmeisterschaft, sprach am Montag in Sankt Petersburg von „absolut erfundenen News“. Man sehe das nicht als ernsthafte Angelegenheit an.

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