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Volleyball in Iran : Frauen weiter ausgesperrt

Irans Volleyball-Team: Frauen dürfen nicht zugucken Bild: AFP

Das amerikanische Volleyball-Nationalteam tritt im Rahmen der World League in Teheran an. Ein guter Moment, um die Ungleichbehandlung aufzuheben. Doch der Zugang für Frauen bleibt verboten.

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          In Iran haben Frauen anlässlich der ersten Spiele der amerikanischen Volleyball-Nationalmannschaft in Teheran seit der Islamischen Revolution 1979 Eintritt zu Volleyball-Spielen von Männermannschaften gefordert und dabei Unterstützung von Menschenrechtsorganisationen erhalten. Minky Worden, Direktorin von Human Rights Watch, nannte die Spiele, die am Freitagabend und am Sonntag in der iranischen Hauptstadt ausgetragen werden, eine „historische Chance“ die Ungleichbehandlung aufzuheben und Frauen den Zugang zu ermöglichen. Zugleich forderte sie den Internationalen Volleyball-Verband FIVB auf, die Ungleichbehandlung im Rahmen seiner Wettbewerbe nicht länger zu dulden.

          Das amerikanische Team tritt im Rahmen der World League des Weltverbandes in der iranischen Hauptstadt an. In jüngster Zeit hatte es Berichte über eine Öffnung der Volleyball-Spiele gegeben, allerdings versuchen konservative Kreise in Iran die Öffnung zu verhindern und hatten in der vergangenen Woche entsprechende Demonstrationen organisiert.

          Frauen war der Besuch von Volleyballspielen bis vor wenigen Jahren erlaubt, mit dem sportlichen Aufstieg der iranischen Männer-Nationalmannschaft wurde ihnen der Zugang zu Spielen, ähnlich wie beim Fußball, verboten. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Isna hatte am Mittwoch eine nicht genannte Quelle innerhalb des iranischen Volleyballverbandes zitiert, dass Frauen der Zugang zu den Spielen gegen die Amerikaner verboten sei.

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