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Virologin Ulrike Protzer : „Wir Experten waren nicht laut genug“

Das „Spiel null“ in Italien: Atalanta Bergamo gegen FC Valencia in der Champions League am 19. Februar in Mailand. Bild: Picture-Alliance

Ulrike Protzer ist Virologin. Im Gespräch erklärt sie, warum das Virus unterschätzt wurde, wie der Sport zur Verbreitung beigetragen hat, ob „Geisterspiele“ realistisch sind – und was jetzt jeder selbst tun sollte.

          5 Min.

          Prof. Dr. Ulrike Protzer ist Leiterin der Virologie an der TU München und am Helmholtz Zentrum München, dem Deutschen Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt.

          Im Zuge der Corona-Krise ist immer stärker auch der Sport in den Fokus geraten: Sportevents als Hotspots einer rasanten Verbreitung, Sportler als potentielle „Super-Spreader“, die viele andere anstecken. Lohnt es sich aus virologischer Sicht, darauf ein bisschen genauer zu schauen?

          Natürlich schaue ich darauf, aber es ist zunächst einmal nicht sportspezifisch: Menschen, die eng beieinander sind, von denen einer infiziert war und das verbreitet hat – das Muster ist überall das Gleiche. Das kann in Kirchen sein, in Altenheimen, beim Karneval, aber wir kennen es auch aus Fitnessstudios oder von Sportveranstaltungen. Ein „Riesen-Spreader“ war natürlich das Skifahren.

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