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Viele Millionen Euro für Sport : Geld für Profis fließt endlich

Wenn es bei deutschen Sportstätten hapert, steht nun frisches Geld zur Sanierung bereit. Bild: dpa

Der Bund gibt dem Sport 600 Millionen Euro. Ein Großteil der Hilfe fließt in die Sanierung von kommunalen Sportstätten. Dazu werden etliche Profi-Vereine in der Corona-Krise finanziell unterstützt.

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          600 Millionen Euro für den Sport: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch 400 Millionen Euro für die Sanierung von kommunalen Sportstätten bereitgestellt und buchstäblich 200 Millionen Euro lockergemacht, die zwar seit Jahresbeginn für die Unterstützung von professionellen und semiprofessionellen Ligen bereitlagen, aber aus europarechtlichen Gründen nicht wirklich verfügbar waren.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Der von der Europäischen Kommission gewährte beihilferechtliche Spielraum, so sagte es der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eckhardt Rehberg, werde nun auch auf den Profisportbereich übertragen. Die Obergrenze für die Kleinbeihilfen wird dabei von 800.000 auf 1,8 Millionen Euro erhöht und der Zeitraum des Hilfspaketes bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Damit werde eine Angleichung an die allgemeinen Wirtschaftshilfen für Unternehmen sichergestellt.

          Von der Hilfe insbesondere für den Ausfall von Zuschauern profitieren die Ligen in Basketball, Eishockey, Handball und Volleyball sowie im Fußball von den Regionalligen abwärts. Die Antragsfrist hat am 1. März begonnen. Wenn das Geld fließe, heißt es bei Teamsport Deutschland, der Vertretung der Mannschaftssportarten in Berlin, würden die Klubs die Krise voraussichtlich überstehen. Im vergangenen Jahr wurden aus dem Hilfspaket weniger als 70 Millionen Euro abgerufen; zu Jahresbeginn wurde es deshalb neu aufgelegt.

          Durch das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ fördert der Bund weitere 225 kommunale Einrichtungen mit im Schnitt je 1,8 Millionen Euro. Der Haushaltsausschuss verabschiedete die Liste der Projekte, die zu mehr als neunzig Prozent Sporthallen, Sportanlagen und Schwimmbäder betreffen. „Dies sind Sportgroßereignisse für die Menschen vor Ort“, sagte der Haushaltspolitiker Martin Gerster (SPD) in Anspielung auf die Anhörung des Sportausschusses, die zur selben Zeit stattfand. 1300 Anträge mit einem Volumen von drei Milliarden Euro waren eingegangen. Im September wurden 200 Millionen Euro zugeschlagen, im Juni sollen weitere 200 Millionen folgen.

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