https://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/verschiebung-von-olympia-2020-kostet-2-5-milliarden-euro-16696295.html

Olympische Spiele von Tokio : Und die Kosten explodieren

Kein Countdown mehr: Die Olympia-Uhr hat erst einmal aufs aktuelle Datum umgestellt. Bild: dpa

Der Weltsport gerät durch die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele aus den Fugen. Vor allem die Gastgeber leiden unter den wirtschaftlichen Folgen. Es entstehen wohl 2,5 Milliarden Euro Zusatzkosten.

          3 Min.

          Der Countdown vor dem Hauptbahnhof in Tokio steht still. Brav hatte die Uhr die Tage bis zum Start der Olympischen Spiele abgezählt. Am Dienstag waren es noch 122 Tage gewesen. Doch am Mittwoch, am Tag nach der Verschiebung, wurde nur noch die normale Uhrzeit angezeigt. Passanten blieben stehen, um den ungewöhnlichen Anblick zu fotografieren.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          An anderer Stelle aber ging das Zählen weiter, nicht als Countdown, sondern als Addition. Nach einer internen Schätzung des nationalen Organisationskomitees wird die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auf den Sommer 2021 rund 300 Milliarden Yen (2,5 Milliarden Euro) kosten. Das berichtete am Mittwoch die gewöhnlich gut informierte Wirtschaftszeitung „Nikkei“. Damit stiegen die offiziellen Kosten der Olympischen und Paralympischen Spiele um 22 Prozent. Das Komitee bestätigte am Mittwoch auf Anfrage keine konkrete Zahl. Mehrkosten fallen an unter anderem für die Miete von Veranstaltungsräumen, Lohnkosten oder Neubuchungen für Hotelräume der offiziellen Vertreter der olympischen Bewegung.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Ein Kartenlesegerät von Sumup hier bei einem Markthändler

          Fintech : SumUp sammelt halbe Milliarde ein

          Der Anbieter von Kartenlesegeräten hat eine erfolgreiche Finanzierungsrunde hinter sich, während andere Fintech-Unternehmen straucheln. Das mag auch am Geschäftsmodell liegen.