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Verbot der Super League : Fifa droht mit Bannstrahl

  • Aktualisiert am

Nur um diese Kugel soll sich alles drehen: Spielball der Champions League. Bild: dpa

Die Super League soll scheitern, bevor sie gegründet wird. Die Fifa und alle Kontinentalverbände sprechen ein faktisches Verbot aus. Die rechtliche Zulässigkeit des Banns ist allerdings zweifelhaft.

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          Der Internationale Fußballverband (Fifa) hat gemeinsam mit seinen sechs Konföderationen (AFC, Caf, Concacaf, Conmebol, OFC, Uefa) schwere Geschütze gegen die mögliche Gründung einer Superliga aufgefahren. „Angesichts der jüngsten Medienspekulationen über die Einführung einer geschlossenen europäischen Super League durch einige europäische Vereine möchten die Fifa und die sechs Konföderationen noch einmal mit Nachdruck betonen, dass ein solcher Wettbewerb weder von der Fifa noch von der jeweiligen Konföderation anerkannt würde“, hieß es am Donnerstag in einer Stellungnahme, die von Fifa-Boss Gianni Infantino und den Konföderations-Präsidenten unterschrieben wurde. „Vereine oder Spieler, die an einem solchen Wettbewerb teilnehmen würden, dürften folglich an keinem von der Fifa oder der jeweiligen Konföderation organisierten Wettbewerb teilnehmen.“

          Mit dieser Androhung könnte die Gründung einer Superliga, die einige Topklubs zuletzt vorangetrieben haben, vorerst vom Tisch sein. Das dürfte auch den nationalen Ligen wie der Bundesliga Auftrieb verleihen, die nun nicht mehr das Abwandern ihrer Spitzenvereine fürchten müssen.

          Zuletzt hatte vor allem der FC Barcelona die Pläne für eine exklusive Liga der Topklubs ohne Auf- und Abstieg vorangetrieben. Sogar über einen Starttermin im September 2022 hatten spanische Medien berichtet. Finanzstarke Geldgeber sollten mit Milliarden-Investitionen dafür sorgen, dass das Konstrukt für die Vereine zu einer Gelddruck-Maschine wird.

          Von den Verbänden und den nationalen Ligen wurden die Pläne immer als Bedrohung angesehen. So stand beim jüngsten Streit um die Verteilung der Mediengehälter in der Bundesliga auch die Drohkulisse eines Abschieds von Bayern München und Borussia Dortmund aus der Bundesliga im Raum, was den Branchenführern dabei half, die kleinen Vereine gefügig zu machen.

          Um die Topklubs im Europacup bei der Stange zu halten, wird die Europäische Fußball-Union (Uefa) ohnehin wohl bald eine Reform der Champions League vorstellen. Ab dem Jahr 2024 soll es nach dem Vorbild des amerikanischen Sports zu Änderungen kommen. So könnten die 32 Teams in der Königsklasse der Zukunft in einer gemeinsamen Liga je zehn Gruppenspiele absolvieren. Am Ende der K.o.-Runde soll die „Week of Football“ mit den Halbfinals und dem Endspiel stehen.

          Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg hatte allerdings im Dezember geurteilt, dass Sportverbände nicht durch Zugangsbeschränkungen für Sportler den Wettbewerb für Sportveranstaltungen verfälschen dürfen. Die rechtliche Zulässigkeit eines Bannstrahls für Spieler und Klubs ist vor diesem Hintergrund zweifelhaft.

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