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Verbandsquerelen : Grüschow besorgt über Tischtennis-Streit

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Hans-Ludwig Grüschow, Vorsitzender der Stiftung deutsche Sporthilfe, und der hessische Ministerpräsident Roland Koch Bild: Wolfgang Eilmes

Die Spitzen des deutschen Sport zeigen sich besorgt und irritiert über die Schlammschlacht im Lager des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) und die damit verbundene Rufschädigung von DTTB-Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb.

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          Die Spitzen des deutschen Sport zeigen sich besorgt und irritiert über die Schlammschlacht im Lager des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) und die damit verbundene Rufschädigung von DTTB-Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb. Der liegt seit längerem im Streit mit dem noch amtierenden Präsidenten Walter Gründahl. Hans-Ludwig Grüschow, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe - Gäb ist dort Vorstandsmitglied - hat in Abstimmung mit Klaus Steinbach und Manfred von Richthofen, den Präsidenten von Nationalem Olympischen Komitee (NOK) und Deutschen Sportbund (DSB), am Donnerstag einen Brief an jene vier DTTB-Landesverbände geschickt, die Anfang März öffentlich den Rücktritt Gäbs gefordert hatten. Grüschow erwartet, daß diese weitreichende Forderung begründet wird. Dafür setzt er eine Frist bis zum 8. April. "Sie greifen einen hochrespektierten Vertreter des deutschen Sports an und beschädigen mit dessen Ruf auch das Ansehen des deutschen Sports", so Grüschow. "Sie müssen also für Ihr Verhalten schwerwiegende Gründe haben."

          Vermittlung angeboten

          DSB, NOK und Sporthilfe wollten auch in Zukunft Rat und Hilfe Gäbs in Anspruch nehmen. Der frühere Rüsselsheimer Automobil-Manager sei durch Leistung und Haltung eine der Leitfiguren des deutschen Sports geworden und arbeite als geachteter Repräsentant der Spitzenorganisationen in der Öffentlichkeit. Grüschow bietet an, gemeinsam mit Vertretern von NOK und DSB in der verbandsinternen Auseinandersetzung als Vermittler aufzutreten, "um nach einer vernünftigen Lösung zu suchen".

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