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Umbau der Ethikkommission : Der DFB am tiefsten Tiefpunkt

Der Bestimmer: Rainer Koch Bild: dpa

Dass ein Funktionär über Veränderungen einer Kommission mitbestimmen darf, von der er fürchten muss, dass sie ihn entmachtet, ist ein skandalöser Vorgang. Der DFB verspielt jegliches Vertrauen.

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          Während sich an diesem Samstag die Augen der deutschen Fußballfans auf die Nationalelf richten, die gegen Portugal (18 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-EM) mit dem Rücken zur Wand steht, nimmt die Talfahrt des größten Fußball-Verbandes der Welt schon jetzt kein Ende. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist bereits vor dem Anpfiff in München an seinem Tiefpunkt angekommen. Oder, um es mit Rudi Völler zu sagen: am tiefsten Tiefpunkt. In diesem Fall ist das (noch) kein sportliches EM-Urteil. Sondern ein ethisches. Und ein demokratisches.

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          Die DFB-Spitze hat in dieser Woche ihre unabhängige Ethikkommission selbst zerstört. Die einzige Instanz, die in einem seit Monaten außer Rand und Band geratenen Verband noch für eine gewisse Kontrolle sorgen konnte. Und Vertrauen innerhalb des DFB und in der Öffentlichkeit genoss. Man darf bei dieser moralisch verwerflichen und satzungsmäßig fragwürdigen Verbandstrickserei annehmen: Einige der Mitglieder des DFB-Präsidiums haben die ethische Abrissbirne im vollen Bewusstsein in Gang gesetzt. Indem sie in einer Phase, in der er es für DFB-Interimspräsident Rainer Koch eng werden könnte, eine Neuordnung des Gremiums an seiner Spitze auf die Tagesordnung gesetzt und durchgedrückt haben.

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