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Trump verköstigt Footballer : Mc Donald

Bild: EPA

Was schmeckt Football-Spielern besser als Salat? Echte amerikanische Hamburger. Und so lässt Trump für seine Gäste 1000 Hamburger besorgen. Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten. Eine Glosse.

          Melania Trump musste nicht in die Küche. Erst, erzählte der Präsident der Vereinigten Staaten am Montag in Washington, habe er, Donald, überlegt, seine Frau könnte ja Salat machen, zusammen mit Karen Pence, der Gattin von Vizepräsident Mike. So ist das dieser Tage mit Trumps Mauer, wegen der in Amerika der Haushaltsstreit tobt: so lange der „Shutdown“ dauert, so lange bleiben die Köche daheim, so lange bleibt im Weißen Haus die Küche kalt.

          Dabei hatten sich auf der Gästeliste die Football-Spieler der Clemson University angekündigt, vergangene Woche hatten sie die College-Meisterschaft gegen Alabama gewonnen. Salat für Football-Spieler? Welchen denn? Wenig komplexe Vermutung: Caesar’s salad. Und schimpfe niemand, Mr. President schicke seine Frau in die Küche. Selbst ist der Trump, denn angeblich, heißt es in einem eben erschienen Buch über den Alltag im präsidialem Wochenendsitz in Mar-a-Lago habe der Präsident einst höchstselbst, „fluchend wie ein LKW-Fahrer“ vom Hauskoch verlangt, dem Trump zu geben, was ein echter Cäsarensalat ist, dann die Blätter selbst gerupft und anschließend den Küchenmeister gefeuert.

          Vor dem Erscheinen der Clemson University Tigers aber ereilte Trump ein weiterer Geistesblitz: Was ist besser als Salat, fragte er jemanden, der sich mit Sportlernahrung besser auskennt als jeder Ernährungswissenschaftler? Hamburger, entschied der Präsident, echte, amerikanische Hamburger. Also habe er bei McDonald’s, Wendy’s und Burger King mehr als 1000 Hamburger besorgen lassen, die, er habe das sehen wollen, aufgestapelt „mehr als eine Meile hoch waren“, sagte Trump in seiner Ansprache. „Big Mac’s, Viertelpfünder, alles was ich mag, was ihr mögt. Ich weiß, dass, ganz gleich, was wir besorgt hätten, es für Euch einfach nichts Besseres geben kann.“

          Gute Esser: Football-Spieler im Dining Room

          Denn wer auf der Welt wollte denn besser essen als der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika? Die Footballspieler putzten die Mauer aus Hamburgern weg. Anschließend entsorgten die verbliebenen Kellner Berge Verpackungsmüll.

          Und Trump widmete seine Aufmerksamkeit seinem Lieblingsmedium. „Großartige Typen, gute Esser“ seien die Gäste gewesen, twitterte er. „Gewaltige Mengen Fast Food“ hätten die Spieler „innerhalb einer Stunde“ vertilgt. Dabei habe er „mehr als 1000 Hamberders etc.“ aus eigener Tasche bezahlt. Ob Trump damit en passant die eben noch geltenden trophologischen Gewissheiten der Fitnessbranche außer Kraft gesetzt hat, werden wir bei nächster Gelegenheit den Koch des Hamberder SV fragen.

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