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Trotz Stasi-Vergangenheit : Steuer darf Sportsoldaten trainieren

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Eingespieltes Team: Trainer Ingo Steuer (l.) und die Weltmeister Aljona Savchenko / Robin Szolkowy Bild: dapd

Ingo Steuer hat vor dem Bundesgericht einen Erfolg errungen. Der stasi-belastete Eiskunstlauftrainer darf auch Sportsoldaten der Bundeswehr trainieren.

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          Eiskunstlauftrainer Ingo Steuer hat vor Gericht einen Erfolg errungen. Der stasi-belastete Coach des viermaligen Weltmeister-Paares Aljona Savchenko und Robin Szolkowy darf auch Sportsoldaten der Bundeswehr trainieren. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte am Dienstag ein Urteil des Brandenburgischen Oberlandesgerichts, wonach die Bundeswehr Steuer als Trainer von Sportsoldaten dulden muss (Az. VI ZR 117/11).

          Steuer selbst durfte nicht länger Sportsoldat sein, weil er bei seiner Einstellung falsche Angaben über eine frühere Tätigkeit als inoffizieller Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit gemacht hatte. Die Bundeswehr wollte es aber auch nicht tolerieren, dass Steuer freiberuflich Soldaten der Sportfördergruppe trainiere. Der Vertrag von Eiskunstläufer Szolkowy als Sportsoldat wurde nicht verlängert, weil Szolkowy weiterhin von Steuer trainiert werden wollte.

          Steuer sah in dem Boykott einen rechtswidrigen Eingriff in seine Tätigkeit als Trainer. Das Oberlandesgericht Brandenburg hatte auf seine Klage hin die Bundeswehr verurteilt, ihn als Trainer von Sportsoldaten zu dulden. Der BGH bestätigte dieses Urteil im Ergebnis. Eine Begründung wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

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