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Wegen Tokio 2020 : Japanischer Sportminister tritt zurück

  • Aktualisiert am

Hakubun Shimomura ist bald kein japanischer Sportminister mehr Bild: AFP

Explodierende Baukosten und eklatante Verzögerungen: Wegen seiner Verantwortung für schlecht laufende Vorbereitung auf Olympia 2020 in Tokio, tritt der japanische Sportminister Hakuban Shimomura von seinem Amt zurück.

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          Der japanische Sportminister Hakubun Shimomura hat wegen seiner Verantwortung für die aus dem Ruder gelaufenen Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio seinen Rücktritt eingereicht. Wie Shimomura in Tokio mitteilte, habe ihn Premierminister Shinzo Abe gebeten, bis zu einer „in Kürze“ folgenden Kabinettsumbildung im Amt zu bleiben. Shimomura kündigte an, einen Teil seines Gehalts zurückzahlen zu wollen.

          Der Rücktritt ist Folge des Untersuchungsergebnisses einer Kommission, die in den vergangenen Monaten die Verantwortlichkeiten für explodierende Baukosten, insbesondere beim Bau des Olympiastadions, herausfinden sollte. Shimomura war in dem Untersuchungsbericht eine Teilschuld für Bauverzögerungen und Kostensteigerungen zugewiesen worden.

          In einer Pressekonferenz sagte der Politiker, er habe erstmals im April von Problemen erfahren, weshalb er das Gehalt, das er seither bezogen habe, erstatten wolle. Die Kosten für den Bau des ursprünglich geplanten, von der britisch-irakischen Stararchitektin Zaha Hadid entworfenen Stadions hatten sich von ursprünglich etwa einer Milliarde Dollar auf zwei Milliarden nahezu verdoppelt. Im November will Premierminster Abe einen neuen Stadionentwurf präsentieren. Die dadurch entstandene Bauverzögerung sorgt inzwischen für erheblichen Zeitdruck.

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