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Ärger im Tischtennis-Weltverband : Weikerts Kampf

  • -Aktualisiert am

Große Ehre: Weikert (links) erhält 2018 von Bundespräsident Steinmeier den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Bild: Picture-Alliance

Thomas Weikert, der Präsident des Tischtennis-Weltbandes, genießt einen guten Ruf. Er hat das Image eines Saubermanns, der für Transparenz steht. Dennoch will die Opposition ihn loswerden. Warum?

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          Die Zeiten sind nicht leicht für Thomas Weikert. Das gibt der Präsident des Tischtennis-Weltverbandes (ITTF) auch offen zu: „Ich war schon mal lieber ITTF-Präsident“, sagt der 59-jährige Limburger. In der Führungsspitze des Verbandes ist ein Machtkampf entbrannt. Die Auseinandersetzungen gipfelten jüngst darin, dass Weikert seinen Stellvertreter Khalil Al-Mohannadi (Qatar) absetzte – ein Beschluss, den das Exekutiv-Komitee des Weltverbandes torpedierte, indem es den ITTF-Vizepräsidenten wieder einsetzte und Weikert das Vertrauen entzog.

          Dieser rief daraufhin das verbandsinterne Schiedsgericht an, das seine Rechtsauffassung bestätigte: Der Präsident habe das alleinige Recht, seinen Stellvertreter zu bestimmen. „Deshalb habe ich Khalil Al-Mohannadi noch mal abgesetzt und an alle Verbände geschrieben, dass ich umgehend einen neuen Stellvertreter bestimmen werde.“

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