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Streitbare Fechterin : Duplitzer will ins Europaparlament

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Will die gesellschaftliche und politische Verantwortung von Sport stärker auf die politische Bühne bringen: Imke Duplitzer Bild: dpa

Die sportpolitisch engagierte Degenfechterin Imke Duplitzer will bei der Europawahl antreten. Die stets mit Piratentuch kämpfende Athletin bewirbt sich bei den Grünen um einen Listenplatz.

          Fechterin Imke Duplitzer (Bild) will einem Bericht der „Hamburger Morgenpost“ (Dienstag-Ausgabe) zufolge für die Grünen in das Europaparlament einziehen. Die 38-Jährige will auf der Bundesdelegiertenkonferenz in zwei Wochen für einen „vorderen Listenplatz“ kandidieren. „Wenn ich dem Thema Sport keine Chancen einräumte, würde ich nicht antreten“, sagte die Olympia-Zweite im Mannschaftswettbewerb von 2004.

          Die Europawahl findet am 25. Mai statt. Sollte Duplitzer ins Europaparlament einziehen, will sie dort ihre bisherigen Erfahrungen einbringen. Die für die TSG Halle-Neustadt startende Duplitzer ist dem Grünen-Landesverband Sachsen-Anhalt im vorigen Dezember beigetreten. Allerdings sei die Partei seit langer Zeit ihre politische Heimat.

          Duplitzer möchte „die gesellschaftliche und politische Verantwortung von Sport stärker auf die politische Bühne bringen“, wie sie in ihrem Bewerbungsschreiben an die Grünen-Delegierten betont. Die Degenfechterin äußert sich immer wieder dezidiert zu sport- und tagespolitischen Themen, so auch zur umstrittenen Vergabe der Fußball-WM 2022 an Qatar und den Olympischen Winterspielen in Sotschi.

          2008 in Peking war sie aus Protest gegen Chinas Menschenrechtspolitik der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele ferngeblieben. Auch der deutsche IOC-Präsident und frühere DOSB-Chef Thomas Bach war schon Ziel ihrer Kritik.

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