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Winterspiele 2026 : Stockholm kämpft um Olympia-Bewerbung

  • Aktualisiert am

Zusammenkehren: Schweden kämpft um Olympia. Bild: AP

22 Botschafter sollen es richten: Der schwedische Sport kämpft mit der geballten Prominenz seiner Spitzenathleten um die Olympiabewerbung Stockholms. Es geht darum, die Kommunalpolitik von einer Kandidatur zu überzeugen.

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          Im Kampf gegen ein drohendes Nein zur Olympiabewerbung um die Winterspiele 2026 will der Kandidat Stockholm mit 22 Botschaftern in die Offensive gehen. Berühmte Sportler wie die dreimalige Skilanglauf-Olympiasiegerin Charlotte Kalla sollen vor den möglicherweise entscheidenden Gesprächen mit dem Stadtrat in den kommenden Tagen noch einmal mit Nachdruck für das Großereignis in acht Jahren werben.

          „Mit einer Mannschaft zu reisen, sich gegenseitig zu unterstützen und den Höhepunkt Olympische Spiele zu erleben, das ist Gemeinschaft“, sagte die 31-jährige Kalla. Weitere Botschafter sind unter anderem die ehemalige Siebenkämpferin Carolina Klüft und Schwimmerin Therese Alshammar.

          Mit dem jüngsten Nein der Bürger von Calgary wurde die Zahl der Bewerber auf nur noch zwei reduziert. Neben Stockholm ist nur noch Italien mit Mailand und Cortina d“Ampezzo im Rennen. Das klassische Wintersportland Schweden hat noch nie Winterspiele ausgerichtet. 1912 wurden zum bislang einzigen Mal in Stockholm Sommerspiele ausgerichtet.

          Das Projekt 2026 steht in der schwedischen Metropole auf wackligen Füßen. Der Stadtrat mit Politikern der Mitte-Rechts-Partei sowie der Grünen hatte sich im Oktober gegen das Großprojekt ausgesprochen. Es sollten keine Steuergelder für die Ausrichtung der übernächsten Winterspiele verwendet werden.

          Wettbewerbe in Stockholm, Are, Falun und im lettischen Sigulda

          Dies ist allerdings auch nicht vorgesehen. Schwedens Nationales Olympisches Komitee (NOK) sprach von einem „Missverständnis“, die Bewerbung sei nicht auf Gelder von der Stadt angewiesen. „Wir haben kein Geld gefordert“, sagte NOK-Präsident Mats Arjes: „Wir freuen uns, die Sache aufzuklären.“

          Vorgesehen sind Wettbewerbe in Stockholm, Are, Falun und in Sigulda/Lettland (Bob, Rodeln und Skeleton). Alle Wettkampfstätten wären vorhanden. 90 Prozent des Etats sollen privat finanziert werden, öffentliche Gelder würden nur für die Sicherheitsvorkehrungen benötigt. Die Wahl des künftigen Olympia-Gastgebers erfolgt auf der IOC-Session im Juni 2019.

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