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Stimmen zur DOSB-Empfehlung : „Startschuss für einen langen Marathon“

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Hamburg darf sich freuen: Innensenator Michael Neumann (Mitte) jubelt über die Entscheidung des DOSB Bild: dpa

Hamburg jubelt über die Empfehlung des DOSB und beginnt direkt mit den Vorbereitungen für die offizielle Olympia-Bewerbung. In Berlin reagiert man enttäuscht. FAZ.NET hat die Reaktionen aus beiden Städten gesammelt.

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          Hamburg jubelt über die Empfehlung des DOSB und beginnt direkt mit den Vorbereitungen für die offizielle Olympia-Bewerbung. In Berlin reagiert man enttäuscht. FAZ.NET hat die Reaktionen aus beiden Städten gesammelt.

          „Mit Berlin als weltweit beliebte und weltoffene Metropole hätte eine deutsche Bewerbung für die Spiele in 2024 oder 2028 international hervorragende Aussichten gehabt. Ich danke Hamburg für den spannenden, fairen und sportlichen innerdeutschen Wettbewerb“.

          „Das ist eine sehr, sehr große Ehre für Hamburg. Wir glauben, dass es für Hamburg und für Deutschland und für alle, die am Sport begeistert sind und vom Sport begeistert sind, eine große Sache werden wird.“

          „Es ist schade, dass es nicht geklappt hat. Leider ist es nicht gelungen, mit den vielen Stärken Berlins den Umfragerückstand gegenüber Hamburg auszugleichen. Wir wussten, dass das für den DOSB ein entscheidendes Kriterium gewesen ist. Dennoch haben wir in den letzten Wochen aufgeholt und es dem deutschen Sport auf den letzten Metern noch einmal sehr schwer gemacht. Natürlich ist es enttäuschend, wenn man für harte Arbeit nicht belohnt wird. Aber es war ein Wettbewerb, und den nehmen wir sportlich.“

          Ist Feuer und Flamme: Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz
          Ist Feuer und Flamme: Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz : Bild: dpa

          „Das ist eine gute Entscheidung, dass Hamburg die Fahne der Bewerbung trägt. Berlin wäre auch eine sehr gute Wahl gewesen. Aber in der Abwägung mussten wir uns für eine Stadt entscheiden und man hat sich für die Stadt entschieden, die dem Agendaprozess sehr nahe ist.“ 

          •  Michael Ilgner, Chef der Stiftung Deutsche Sporthilfe:

          „Das ist eine gute Entscheidung. Das Präsidium hat es sich nicht leicht gemacht. Den Eindruck, den ich aus der Expertenrunde heute mitgenommen habe, ist, dass dies die beste Entscheidung ist.“

          „Das Konzept hat überzeugt. Wir müssen uns aber noch weiter steigern. Das ist der Startschuss für einen langen Marathon. Morgen werden die Gespräche mit dem DOSB beginnen.“

          „Die gemeinsame, großartige Anstrengung aller Hamburger ist belohnt worden. Wir freuen uns, an Hamburg glauben zu dürfen.“

          „Ich freue mich, ich glaube, wir haben ein gutes, ganzheitliches Konzept.“

          „Ich freue mich riesig. (...) Klar ist aber auch, dass die Entscheidung des DOSB nur eine erste Etappe auf dem Weg hin zu einer erfolgreichen Bewerbung ist. Für die nächste Etappe, die geplante Volksbefragung, muss der Senat endlich die von einer breiten Mehrheit der Bürgerschaft geforderte, aber längst überfällige Machbarkeitsstudie vorlegen.“

          Bild: dpa
          • Torsten Albig (SPD), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins:

          „Wunderbar! Die Begeisterung hat gewonnen: Schleswig-Holstein freut sich genauso wie Hamburg über die Bestätigung der Hansestadt als Deutschlands Bewerberstadt der paralympischen und olympischen Sommerspiele 2024. Wir werden Hamburg unterstützen, wo wir können. Schleswig-Holstein und die gesamte Metropolregion würden von olympischen Sommerspielen in Hamburg profitieren.“

          • Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes Berlin:

          „Eine Entscheidung nach innen. Sie spiegelt die Kapitulation vor Ängsten in der Bevölkerung wider bezüglich der Fehlentwicklung im internationalen Sport. Wir hätten uns gewünscht, dass der deutsche Sport solchen Fehlentwicklungen offensiver und entschlossener entgegengetreten wäre. Dann wäre auch die Volksbefragung keine Hürde gewesen.“

          Bild: dpa
          • Fabian Lustenberger, Kapitän des Fußball-Bundesligaklubs Hertha BSC:

          „Das ist sehr, sehr schade für Berlin! Ich kann die Entscheidung eigentlich nicht nachvollziehen. Nichts gegen Hamburg, aber aus meiner Sicht hätte nur die deutsche Hauptstadt weltweit eine Chance gehabt, das Rennen um die Olympischen Spiele für Deutschland zu entscheiden.“

          • Mehmet Yildiz, sportpolitischer Fraktionssprecher der Hamburger Linkspartei:

          „Wir werden weiter daran arbeiten, dass dieses irrwitzige Großprojekt nicht zustande kommt. Ohne die Entscheidung der Hamburgerinnen und Hamburger ist kein Olympia zu machen.“

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