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Sportfunktionär Gäb : „Der Sport vergisst seine Stärke“

Ein Elder Statesman des Sports: Hans-Wilhelm Gäb Bild: Treudis Naß

Der deutsche Sport diskutiert über die Verantwortung seiner Funktionäre. Hans-Wilhelm Gäb, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Stiftung Deutschen Sporthilfe, spricht im Interview über deutsche Werte und Geschäftsgepflogenheiten in der Welt.

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          Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, hat mit seiner harten Kritik an den früheren Sportfunktionären Theo Zwanziger (Fußball) und Helmut Digel (Leichtathletik) den Anstoß für eine kritische Debatte über das Verhalten von deutschen Sportfunktionären gegeben. Angesichts einer offensichtlichen Korruption in ihren internationalen Verbänden sollen die beiden ihrer Verantwortung nicht entsprochen haben. Dieser Maßstab müsste dann auch für andere Spitzenfunktionäre gelten, auch für Hörmann selbst. Er hält eine „kritische Analyse“ für eine „überlebensnotwendige“ Grundvoraussetzung, die „Glaubwürdigkeit“ wiederherzustellen. Wir eröffnen die Debatte mit Ansichten von Hans Wilhelm Gäb, dem früheren Vizepräsidenten Europa von General Motors, Tischtennis-Nationalspieler und prägenden ehemaligen Vorsitzenden der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Können Sie beurteilen, was Digel, was Zwanziger international geleistet haben, ob und wo sie versagt haben?

          Nein, kann ich im Einzelfall nicht. Aber ich habe eine Vorstellung von den Abläufen in den sich komfortabel bettenden internationalen Führungsgremien des Sports. Dort dominieren oft Vertreter aus Ländern, die an den Werten des Sports weniger interessiert sind, wohl aber am Glanz des Amtes und seinen großen und kleinen Vorteilen. Für sehr viele Funktionäre aus ärmeren Ländern ist während der Sitzungen in aller Welt schon das Reisen, das Chauffeurs-Auto vor Ort und die Beherbergung in Fünf-Sterne-Hotels ein Luxus, den man durch Widerspruch und Opposition nicht riskieren möchte. Und vor allem: Jedes dieser Länder hat, wie in den Vereinten Nationen, eine Stimme, also genauso viel wie Deutschland oder die Vereinigten Staaten. Diesen Menschen und Mehrheiten mit unseren Vorstellungen von Demokratie und Moral zu begegnen ist extrem schwierig, stößt auf Unverständnis, manchmal sogar auf direkte Gegnerschaft. Da zerbrechen hehre Ziele an der Wirklichkeit.

          Ist der Streit zwischen Hörmann, Digel und Zwanziger schädlich für den deutschen Sport, oder kann er auch fruchtbar sein?

          Ich persönlich halte Herrn Hörmann für einen mutigen und konstruktiv denkenden Menschen, der nach der Abstimmungsniederlage in Hamburg vermutlich von vielen Ratschlägen genug hatte und sich mal Luft verschafft hat. Herrn Dr. Zwanziger zu loben, der in der DFB-Affäre eine wenig respektable Rolle spielt und während seiner Zeit in der Fifa-Exekutive Herrn Blatter oft genug verteidigt hat, fällt sicherlich schwer. Was Professor Digel angeht, so mögen seine vielfältigen kritischen Bewertungen des deutschen Sports manchmal belehrend wirken und Fragen nach der Intensität seiner eigenen Opposition im internationalen Leichtathletik-Verband provozieren. Aber Digels Kritiken muss der Sport verkraften. Und was Hörmanns Fragen an ihn betrifft, so könnte Herr Hörmann diese Fragen auch Thomas Bach stellen, der im Internationalen Olympischen Komitee viele Jahre lang Missstände beobachtet hat, ohne überaus laut zu werden. Hörmanns Attacke und Digels Gegenwehr führen aber jedenfalls zu der Frage, was deutsche Funktionäre im internationalen Sport überhaupt bewirken können, was man von ihnen erwarten darf und was nicht.

          Wie soll sich ein deutscher Sportfunktionär verhalten, wenn er in einem internationalen Verband mitarbeitet, in dem allem Anschein nach die für den Sport so wichtigen Werte wie Fairness, Integrität und Gerechtigkeit nicht eingehalten werden?

          Wir sollten realistische Vorstellungen über unsere Wirkungsmöglichkeiten gewinnen und mit erhobenen Zeigefingern sparsam umgehen. Im Ausland ist der Eindruck entstanden, als wollten wir Deutschen nach schlimmer eigener Vergangenheit nun moralische Musterschüler sein und Lektionen in Anstand und korrektem Benehmen erteilen. Dieser oft unbewusst vorgetragene deutsche Anspruch aber wird außerhalb unseres Landes weder in der Politik noch im Sport geschätzt, und wir stehen mit ihm in der Regel recht einsam da. Der deutsche Leichtathletik-Präsident Clemens Prokop beispielsweise, ein Jurist, der als manchmal unbequemer Verfechter sportlicher Prinzipien gilt, wurde in diesem Jahr einfach nicht in die Führungsgremien des Internationalen Leichtathletik-Verbandes gewählt. Damit hat Deutschland in der internationalen Leichtathletik seinen Einfluss völlig verloren.

          Heißt das für Sie, dass wir Unlauterkeiten im internationalen Sportbetrieb hinnehmen sollten? Ist es weltfremd, eine Distanzierung zu verlangen?

          Nein, wir dürfen Betrug und Bereicherung nicht hinnehmen. Aber wir müssen sie nachweisen können, was in der Regel nur legitimierten Strafverfolgern gelingt. Wenn man als deutscher Funktionär streng moralisch argumentiert und Regeltreue fordert, ohne eine starke Gruppe von Mitstreitern zu haben, dann ist die Gefahr der Isolierung und schlussendlicher Wirkungslosigkeit groß. Wer im internationalen Sport mitmischen will, muss ein geschickter Diplomat sein und Allianzen schmieden können. Nicht nur wenn es um die Vergabe von Welt- oder Europameisterschaften geht, sondern auch bei der Verteidigung ethischer Werte. Kluge Politik oder ein Verhaltenskodex für Funktionäre werden aber immer dann nicht helfen, wenn Menschen am Ende ihr Gewissen ausschalten.

          Sie klingen nicht sehr optimistisch.

          Ich plädiere für eine realistische Betrachtung. Der internationale Sportbetrieb, in dem Machtmenschen wie Herr Putin und Scheichs aus Arabien Strippen ziehen, ist mittlerweile in gar keiner Weise mehr vom politischen Gemenge zu unterscheiden. Wenn unsere Kanzlerin mit Vorständen von BMW, Siemens oder BASF ins Ausland fährt, dann geht es um Geben und Nehmen. Investitionen werden mit politischen Freundlichkeiten vergolten. Wenn ein Land aus dem Westen eine Stimme der Dritten Welt für eine Abstimmung in den Vereinten Nationen braucht, lässt sich so manches über höhere Entwicklungshilfe regeln, auch wenn dort ein Diktator regiert. Wenn es um Reduzierung von Flüchtlingszahlen in Deutschland geht, machen wir mit Herrn Erdogan Geschäfte. Ist das - streng moralisch betrachtet - etwas anderes als das, was Franz Beckenbauer und Co. anscheinend gemacht haben, um die WM nach Deutschland zu holen? Wäre ich Richter, so sähe ich bei der Urteilsfindung darüber durchaus mildernde Umstände - solange keine persönliche Bereicherung vorliegt.

          „Ich persönlich halte Herrn Hörmann für einen mutigen und konstruktiv denkenden Menschen“

          Kennen Sie Fälle, bei denen Bedenken beiseitegeschoben wurden, um eine Veranstaltung nach Deutschland zu holen?

          Es entstehen manchmal Probleme, an deren Lösung moralische Maßstäbe anzulegen schwerfällt. Ende der neunziger Jahre hatte sich ein großer deutscher Sportverband um eine Weltmeisterschaft beworben. Ein Balkanland mit einigen Alliierten im Schlepptau eröffnete völlig unerwartet eine Gegenkandidatur, die den deutschen Abstimmungserfolg gefährdete. Es kam zu Gesprächen, in denen der neue Kandidat mitteilte, es ginge ihm eigentlich gar nicht um die WM, aber man sei in Finanznot und brauche die mit der WM verbundenen Einnahmen, um die Unterbringungskosten der eigenen Nationalmannschaft zu finanzieren. Am Ende der Gespräche zog der Gegenkandidat zurück, seine Mannschaften erhielten freie Hospitality. Die WM, zu der fast siebzig Nationen und viele tausend ausländische Gäste anreisten, fand in Deutschland statt. War diese Regelung nun unmoralisch?

          Wann macht sich ein Sportfunktionär „schuldig“, wie kann er seine Integrität schützen?

          Er macht sich jedenfalls schuldig, wenn er sich selbst an einem korrupten System direkt oder indirekt bereichert. Und bewahren kann er seine Integrität, indem er sich nicht von unlauter arbeitenden Systemen oder Personen abhängig macht.

          Welche Voraussetzung muss der Sport schaffen, damit sich ein Funktionär Unabhängigkeit erlauben kann?

          Frankreich und Italien beispielsweise finanzieren Funktionäre, die als Kandidaten für einflussreiche internationale Funktionen in Frage kommen. Es geht dabei aber oft weniger um den Sport und seine Ideale als vielmehr um außenpolitischen Einflusszuwachs. Dieses System ist also keine Garantie dafür, dass hier Kämpfer für Anstand und Integrität auftreten.

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          Wäre Transparenz bei Aufwandsentschädigungen und Entwicklungshilfen ein Weg, Abhängigkeiten zumindest im Ansatz aufzuzeigen? Ist Thomas Bach mit seiner Initiative auf dem richtigen Weg?

          Nun, er wagt sich jedenfalls an die Thematik ran, und bei der Bewertung der Ergebnisse muss man eben berücksichtigen, dass er stolze, unabhängige und natürlich oft auch sehr egozentrische IOC-Mitglieder aus aller Welt und aus allen Kulturkreisen auf eine Linie bringen muss.

          Welche Strategie sollte der deutsche Sport in seiner „Außenpolitik“ verfolgen?

          Wir müssen selbstverständlich versuchen, in allen wichtigen politischen und sportlichen Gremien vertreten zu sein und dort für jene Prinzipien einstehen, die wir in unserer deutschen Demokratie erhalten wollen. Aber das geht nicht mit der Brechstange, und Teilerfolge sind besser als Resignation. Thomas Bach als IOC-Präsident macht es vor.

          Wie beurteilen Sie seinen Aufstieg und seinen Anspruch, nun eine Reform nicht nur des IOC, sondern in Sachen Buchhaltung, Transparenz und Doping-Bekämpfung auch der internationalen Verbände von oben durchzusetzen?

          Das IOC ist in vielen Fragen schwer zu steuern, es hat aber auch gewaltige Macht. Sein Geld nämlich. Schlussendlich sind zahllose nationale Olympische Komitees von den Zuwendungen des IOC abhängig. Thomas Bach hat durch Geduld und hohes taktisches Geschick die Spitze erreicht, und wenn einer die Milliarden des IOC geschickt zur Erreichung politischer Ziele einsetzen kann, dann wird vermutlich er es sein. Aber die Realisierung vieler wünschenswerter Reformen mag Jahre dauern.

          Leiden die Funktionäre kleinerer deutscher Vereine unter den Skandalen in den großen Verbänden?

          Jeder einzelne Skandal schädigt den Ruf des Sports und belastet seine Helfer, frustriert auch jene riesige Mehrheit, die überall in der Welt ohne finanzielle Interessen Spiel und Wettkampf nachgeht. Die Unlauterkeiten und kriminellen Verhaltensweisen in vier oder fünf geldüberfluteten internationalen Verbänden führen durch die Verstärkung in den Medien zu dem Eindruck, als sei der ganze Sport betroffen. Damit werden diese dramatischen Einzelfälle zu einem breiten gesellschaftlichen Problem, und deswegen muss der Sport zu seinem Schutz die Hilfe des Staates in Anspruch nehmen, wenn es irgendwo um Doping, Betrug und Bereicherung geht. Oder auch um die Sicherstellung finanzieller Transparenz und Sauberkeit in seinen eigenen Organisationen.

          Sie glauben wirklich, dass es im Schatten der Fifa nur vier, fünf Verbände gibt, die ähnliche Probleme haben? Das System ist in fast allen gleich, selbst in den kleinsten: One country, one vote. Muss das Prinzip geändert werden?

          Er müsste geändert werden. Aber das wird im IOC so wenig möglich sein wie in der Fifa, der EU oder den Vereinten Nationen. Kein Land, keine Nation und kein Verband wird einmal verliehene Mitbestimmungsrechte aufgeben.

          Die Olympia-Abstimmung in Hamburg verlor der deutsche Sport, der DFB wird von einem Skandal geschüttelt, der DOSB-Präsident stellt das Verhalten deutscher Funktionäre in Frage. Steckt der organisierte Sport in der Krise?

          Der Sport als Ganzes steckt nicht in der Krise, aber die Öffentlichkeit schließt verallgemeinernd von der Spitze auf die Breite, und der DOSB vermittelt zudem derzeit sehr den Eindruck, dass sich alles um den Spitzensport dreht. Damit zieht er die Kritik, die der affärenträchtige, hochkommerzialisierte Sport erfährt, automatisch auch auf sich und sein Image. Wenn er zudem Ideen unterstützt, die sich auf die exklusive Förderung von medaillenträchtigen Sportarten konzentrieren, also die Häufung von Medaillen bei Olympischen Spielen als ein vorrangiges Ziel des Sports, dann vergisst er seine eigentliche Stärke. Die liegt nämlich bei den mehr als 25 Millionen Menschen, darunter circa zehn Millionen Kinder und Jugendliche, die in den deutschen Sportvereinen Gemeinschaftsbildung bei Sport und Spiel betreiben, damit unsere Demokratie stärken und friedliches Miteinander praktizieren. Da, im eigentlichen Zentrum des Sports, da gibt es natürlich auch Probleme, aber keine Krise.

          Wie kann man gegensteuern?

          Es muss wieder ins Bewusstsein, dass Eliten aus dem Breitensport entstehen. Und bei der Zuteilung von Fördermitteln an die einzelnen Sportarten muss endlich deren Aktivenzahl und Verankerung im Breitensport ein Kriterium sein, die internationale Verbreitung der jeweiligen Sportart und ihre globale Zahl an Wettbewerbern. Wenn man Minoritäten-Sportarten überproportional fördert, weil da in Ermangelung globaler Konkurrenz relativ leicht Medaillen zu gewinnen sind, dann hat das mit den Idealen des Sports und einer Förderung des Sports zum Nutzen der Gesellschaft wenig zu tun.

          Was wollen Sie damit sagen?

          Die Legitimation der Politik, den Sport aus Steuergeldern zu unterstützen, beruht letztlich auf zwei Faktoren: dem sozialen Wert der riesigen Breitensportbewegung als einem Stabilisator der Demokratie auf der einen und dem außenpolitischen Wert erfolgreicher Elitesportler für die Reputation unseres Landes und auch seiner Wirtschaft. Eine Steffi Graf, ein Boris Becker und ein Dirk Nowitzki weltweit, ein Timo Boll in China - das sind Beispiele für Athleten, die durch ihr Auftreten und ihre Haltung im Wettkampf gegenüber Gegnern und Fans dem Begriff „Made in Germany“ zusätzliche Inhalte geben oder gegeben haben. Diese Athleten aber kommen aus Sportarten, die weltweit von Millionen Menschen betrieben werden.

          Muss das Verhalten deutscher Sportfunktionäre zum Beispiel mit Blick auf die Doping-Skandale im Sinne einer Glaubwürdigkeits-Kampagne aufgearbeitet werden?

          Für das Ansehen des deutschen Sports wichtiger als ein solcher Rückblick auf Personen wäre für den DOSB meiner Meinung nach ein Überdenken seiner Haltung zum Anti-Doping-Gesetz, das doch den Sport schützen will und sich gegen Kriminalität und Betrug richtet. Die jahrelange DOSB-Opposition in dieser Frage hat den Eindruck vermittelt, dass der organisierte Sport letztlich nicht alle Möglichkeiten der Doping-Bekämpfung nutzen will.

          Sehen Sie das zum 1. Januar geltende Anti-Doping-Gesetz, dass Doping unter Strafe stellt, als ideale Lösung?

          Es gibt Argumente, die gegen eine solche Gesetzgebung sprechen. Das neue Gesetz ist kein Allheilmittel. Aber Allheilmittel sind auch nicht die Gesetze, die Mord, Vergewaltigung und Diebstahl mit Gefängnis bedrohen. Wollen wir sie deswegen abschaffen? Der DOSB hat sich mit seiner Opposition gegen die Politik, gegen die öffentliche Meinung, gegen die Überzeugung vieler Sportler selbst und gegen eine geschlossene Phalanx der deutschen Medien gestellt. Damit hat er seine Kräfte überschätzt, Glaubwürdigkeit riskiert und läuft nun Gefahr, Kritikern die verallgemeinernde generelle Diskreditierung „des Sports“ leichter zu machen.

          Warum haben sich die Fachverbände bis auf Leichtathletik, Tischtennis und Triathlon in dieser Frage dem Kurs des DOSB so diskussionslos angeschlossen?

          Der DOSB bestimmt letztlich über die Mittelvergabe an die Verbände. Daraus allein entsteht ein stilles Gefühl der Abhängigkeit. Man mag den Consensus nicht stören, und darüber hinaus sind Stratege Thomas Bach und sein exekutierender Kollege Michael Vesper (DOSB-Vorstand/d. Red.), die hier schon vor Hörmann die Linie fixiert haben, starke Persönlichkeiten, die zudem viel von Machtpolitik verstehen und auf dem Weg zum Ziel notfalls auch mal auf diplomatische Mittel verzichten.

          Was sollte der DOSB tun?

          Er sollte sich viel mehr Diskussionen öffnen und Kritiker wieder als nützlich ansehen. Ein kleines, unabhängiges und lesenswertes Magazin wie das „Olympische Feuer“, das um seine Existenz kämpft, in dem aber kundige und meinungsstarke Autoren arbeiten, würde beispielsweise unter dem Dach und in der Obhut eines liberalen DOSB ein Beweis dafür sein, dass sich die Zentrale der Diskussion und auch mal dem harten Austausch von Argumenten stellt. Eine offenere Diskussionskultur würde dem Ruf des Sports und dem des DOSB dienen, und in diesem wichtigen Bereich könnte auch sein zupackender, immer noch in der Startphase arbeitender Präsident Alfons Hörmann weiter an Profil gewinnen.

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