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Probleme der Corona-Krise : Kinder wegsperren ist keine Lösung

Kinder-Bewegung: „Wir müssen uns Ansätze überlegen. Der Sport ist bereit, sie zu entwickeln.“ Bild: Picture-Alliance

Kinder leiden sehr unter der Inaktivität wegen Corona. Aus ihrer Sicht dauert der Stillstand schon ewig. Nun schlägt der Vorsitzender der Deutschen Sportjugend Alarm. Denn die Folgen der Krise sind immens.

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          „Die Kinder sind seit sechs Wochen in der Wohnung. Wenn sie einmal am Tag draußen laut Fußball spielen, sicherlich lauter als der Durchschnittserwachsene, und vom Nachbarn drei Gärten weiter hören, sie mögen doch mal bitte leise sein, dann ist für mich etwas falsch in der Gesellschaft.“ Jan Holze ist Vorsitzender der Deutschen Sportjugend. Und dreifacher Vater. Er berichtet aus seiner Schweriner Nachbarschaft. Ist das Lärmempfindlichkeit? Oder verfestigt sich in den Monaten der Pandemie, in den Corona-Wochen ein Bild, das Bild von Kindern als Risiko?

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          „Wenn der Dreijährige hustet, wenn man unterwegs ist, dann kommen Blicke“, sagt Holze. Risiko Kind, eine Perspektive, die aus der Notlage heraus geboren wurde. Die Folge: Kindergarten, Schule, Spielplatz, Turnhalle, Sportplatz – dicht, Absperrband, geschlossen. „Das alles gilt nicht der Gesundheitsvorsorge des Kindes, sondern vor allem dem Schutz des Gesundheitssystems insgesamt“, sagt Holze. „Das muss sich ändern. Kinder erleben Phasen vollkommener Inaktivität derzeit, es sei denn, Eltern haben Zeit, sich mit ihnen zu bewegen. Kinder brauchen betreute Bewegung. Erwachsene können abends um zehn und morgens um halb sechs joggen. Kinder nicht.“

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