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Corona-Probleme des Sports : Das Spiel rotiert

  • -Aktualisiert am

Die Maske gehört dazu, doch der Sport lässt sich nicht unterkriegen. Bild: Picture-Alliance

Die Corona-Lage macht allen arg zu schaffen. Doch wenn der Sport etwas vorbildlich kann, dann ist es kämpfen. Und zwar ohne zu klagen. Hier fängt gerade niemand an, seine Lage zu beweinen: Die Dinge sind, wie sie sind.

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          Die Verantwortlichen der Profiligen, speziell unterhalb des großen Fußballs, müssen sich in diesen Wochen fühlen wie jemand, der in einem löchrigen Boot sitzt und Wasser schöpfen muss, um nicht unterzugehen. Sie planen um, schichten um, buchen um, je nach Infektions-, Quarantäne- und Kassenstand, denn es geht ums Überleben der Klubs, ja ihres Sports.

          Zugegeben: Es war abzusehen, dass die Pandemie-Lage sich im Herbst verschärfen würde. Und es stimmt, dass das Virus auch im Sport Systemfehler mit verblüffender Konsequenz offenlegt. Es rächt sich, dass die Kalender so vollgestopft sind, dass der Spitzensport sich im Lauf der Jahrzehnte zu einem riesigen Reiseunternehmen entwickelt hat.

          Der Kabarettist Werner Schneyder hat vor langer Zeit einmal festgestellt, dass „die Gesellschaft nicht einmal den Bereich des körperlichen Spielens aus ihren selbstzerstörerischen Mechanismen auszusparen in der Lage ist“. Wir diskutieren ein andermal darüber. Wenn der Sport nämlich etwas vorbildlich kann, dann ist es kämpfen. Und zwar ohne zu klagen. Hier fängt gerade niemand an, seine Lage zu beweinen: Die Dinge sind, wie sie sind.

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