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Spitzensportförderung : Besser als nichts oder viel zu wenig?

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Passt die Jacke oder ist sie zu eng? DOSB-Präsident Hörmann reicht Bundesinnenminister de Maizière (l.) die Olympia-Kluft Bild: dpa

Die deutschen Leistungsplaner hatten für die Spitzensportförderung einen Mehrbedarf von jährlich 38 Millionen Euro errechnet. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat acht Millionen genehmigt.

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          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die eindringlichen Appelle des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nach einer deutlichen Aufstockung der Spitzensportförderung nur bedingt erhört. Durch Umschichtungen im Haushalt seines Ressorts sollen von jetzt an jedes Jahr zusätzlich acht Millionen Euro in die Unterstützung des Spitzensports fließen, erklärte der auch für den Sport zuständige Minister am Mittwoch. Bislang liege die Förderung bei rund 130 Millionen pro Jahr. Die deutschen Leistungsplaner hatten einen Mehrbedarf von jährlich 38 Millionen Euro errechnet.

          DOSB-Präsident Alfons Hörmann wertete den Schritt de Maizières als begrüßenswert. „Damit setzt er für den ein ermutigendes und partnerschaftliches Signal“, sagte er. Von den acht Millionen kommt eine Million der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) zugute. „Durch die Aufstockung ist auch die Finanzierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur gesichert“, sagte de Maizière. Für die Nada sei es extrem wichtig, „dass wir langfristig Planungssicherheit haben“, meinte die Nada-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann.

          Die zusätzlichen sieben Millionen Euro für den Sport sollen vor allem in die Projektförderung fließen. Grundlage dafür sind die Verhandlungen zum Abschluss der gemeinsamen Zielvereinbarungen zwischen DOSB und den Spitzenverbänden. Mit 19 Medaillen hatte die 153-köpfige deutsche Mannschaft die schlechteste Bilanz seit der Wiedervereinigung erreicht.

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