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Werbeverbot für Krankenkassen : „Das ist eine Riesengefahr für den Sport“

Vorbild für gesundes Leben: Handballnationalspieler Juri Knorr Bild: Picture-Alliance

Das Gesundheitsministerium möchte in Zukunft Werbung von gesetzlichen Krankenkassen im Spitzensport untersagen. Das stößt auf Widerstand. Politiker, Verbände und Vereine rechnen mit einer verheerenden Wirkung.

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          Im Dezember machte Frank Steffel eine alarmierende Entdeckung. Der Bundestagsabgeordnete stieß, als sich auch in der Politik vorweihnachtliche Ruhe ausbreiten sollte, auf einen Referentenentwurf aus dem Gesundheitsministerium. Den gut hundert gesetzlichen Krankenkassen soll darin das übertriebene Werben und Abwerben von Mitgliedern, honoriert aus deren Beiträgen, verboten werden. Paragraph sechs elektrisierte Steffel: Darin geht es um das Engagement der Kassen im Sport.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Seitdem gehen Schockwellen durch Verbände und Vereine. Deren Vertreter befürchten, dass eine zweite Säule des organisierten Sports einstürzt. Nicht nur die Handball-Nationalmannschaft hängt, wie das Logo der AOK auf der Brust ihres Trikots bei der Weltmeisterschaft in Kairo Spiel für Spiel ausweist, am Tropf einer Krankenversicherung. Millionen Euro fließen von AOK und Barmer, Techniker und DAK, BIG und IKK in Vereine und Verbände.

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