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1. FC Kaiserslautern : SPD-Connection auf dem Betzenberg?

  • -Aktualisiert am

Altlast: Das Fritz-Walter-Stadion Bild: Picture-Alliance

War die Politik der treibende Faktor beim Stadion-Ausbau des 1. FC Kaiserslautern? In der Debatte um die Finanznot des Zweiligaklubs wird der Blick auf den früheren Ministerpräsidenten Kurt Beck gelenkt.

          Die Existenzkrise des Fußball-Zweitligaklubs 1. FC Kaiserslautern erreicht die rheinland-pfälzische Landespolitik. Im Kern geht es um die Verantwortung des Landes unter dem damaligen SPD-Ministerpräsidenten Kurt Beck für den Ausbau des Fritz-Walter-Stadions zur WM 2006. Beck soll sich massiv eingemischt und die Akteure in Kaiserslautern sogar zu einer Auftragsvergabe an den wirtschaftlich angeschlagenen Baukonzern Holzmann gedrängt haben. In einer Stadtratsdebatte hielt ein Abgeordneter der CDU unter anderem dies dem Kaiserslauterer Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) vor, um das Stadtoberhaupt dazu zu veranlassen, das Land an dessen Mitverantwortung für den Stadionbau zu erinnern.

          Der Stadtrat forderte Weichel dazu auf, mit dem Land über Hilfen zu verhandeln. Damit die hochverschuldete Stadt eine Pachtreduzierung fürs Stadion zugunsten des maroden Vereins finanzieren kann, steht sogar die Erhöhung kommunaler Steuern in Rede. Der Stadtrat vertagte die Entscheidung darüber.

          Das Bauunternehmen Holzmann erhielt beim Ausbau des Stadions zur WM-Arena tatsächlich Aufträge in Millionenhöhe. 2003 kündigte der FCK aber seine Verträge mit dem zu diesem Zeitpunkt insolventen Unternehmen, da Fertigstellungstermine überschritten und die Bauarbeiten unterbrochen waren. Dies führte zu weiteren Belastungen für den Verein, der schon damals finanziell strauchelte und auf öffentliche Unterstützung angewiesen war. Dabei stand der Bauriese schon länger wirtschaftlich am Abgrund: Bundeskanzler Gerhard Schröder, wie Beck SPD-Mitglied, engagierte sich zur Jahrtausendwende, um Holzmann zu stützen. Oberbürgermeister Weichel sagte in der Sitzung, von alldem wisse er nichts. Die von SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer geführte Landesregierung teilte nur mit, dass das Thema vorrangig Verein und Stadt betreffe.

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