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Söder und Laschet zu Ligastart : „Experiment gelungen“

  • Aktualisiert am

Bundesliga im Mai 2020: Bälle werden desinfiziert. Bild: dpa

Die beiden Ministerpräsidenten waren ohnehin Verfechter des Neustarts der Bundesliga, so dass die positive Beurteilung einem Eigenlob nahekommt. Doch einen Ergänzungsantrag haben sie noch.

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          Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sein nordrhein-westfälischer Amtskollege Armin Laschet (CDU), haben den Neustart der Fußball-Bundesliga als Erfolg gewertet. Beide waren allerdings auch im Vorfeld schon Verfechter des Projekts, so dass die positive Beurteilung einem Eigenlob nahekommt.

          „Unter dem Strich ist das Experiment gelungen“, sagte Söder am Sonntag in der Sendung „Doppelpass“ von Sport1. Deutschland sei viel besser als andere Länder durch die Corona-Krise gekommen. Die Bundesliga ist auch die erste große Liga, die wieder spielt. „Jetzt setzen wir wieder ein Signal dafür, wie wir es können“, sagte Söder. Die Bundesliga habe das „große Experiment“ sehr gut vorbereitet, lobte Söder. Und der Neustart sei „viel besser als gedacht“ gewesen.

          „Der Restart hat sich gelohnt. Es ist genau das vorsichtige Hineintasten in eine verantwortungsvolle Normalität, die wir alle wollen", sagte NRW-Ministerpräsident Laschet bei „Bild live Bundesliga“: „Die Liga hat ein perfektes Konzept vorgelebt. Der Auftakt hat für viele Fans wieder Fußball möglich gemacht. Wenn es alles so gut läuft wie heute, kann der Wettbewerb weitergehen.“ Zudem zeigte sich Laschet sehr erfreut über das besonnene Verhalten der Fans. Die befürchteten Zuschauer-Ansammlungen vor den Stadien blieben aus. „Das zeigt, dass Fans und Ultras sehr verantwortlich reagiert haben. Der heutige Tag hat gezeigt: Die Fans wissen, worauf es ankommt“, betonte Laschet.

          Lob für die Bundesliga: „Wenn es alles so gut läuft wie heute, kann der Wettbewerb weitergehen“, meint Armin Laschet.
          Lob für die Bundesliga: „Wenn es alles so gut läuft wie heute, kann der Wettbewerb weitergehen“, meint Armin Laschet. : Bild: dpa

          Eine Anregung gab Söder, glühender Anhänger des 1. FC Nürnberg, der Deutschen Fußball Liga (DFL) aber auch noch mit auf den Weg: Beim Jubel sollte nachgebessert werden, die Spieler könnten mehr auf die Körperkontakte in diesen Situationen achten. Knapp zwei Wochen nach dem pikanten Video des inzwischen suspendierten Berliner Spielers Salomon Kalou nahm es vor allem Hertha BSC am Samstag beim 3:0 gegen Hoffenheim mit dem von der DFL empfohlenen kontaktlosen Jubel lockerer.

          Dedryck Boyata war nach einem Eigentor des Hoffenheimers Kevin Akpoguma von seinem Mitspieler Marko Grujic auf die Wange geküsst worden. „Ich fand es nicht gut“, sagte Söder mit Blick auf die Aktion. Eine ähnliche Situation ereignete sich beim Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach nach dem Treffer des Gladbachers Marcus Thuram.

          Lob für die Bundesliga, mit einer Einschränkung: Markus Söder meint, beim Jubel sollte nachgebessert werden.
          Lob für die Bundesliga, mit einer Einschränkung: Markus Söder meint, beim Jubel sollte nachgebessert werden. : Bild: dpa

          Die DFL hatte mitgeteilt, dass der Torjubel von Spielern „nicht Bestandteil„ des medizinisch-organisatorischen Konzepts sei: „Zum Thema Torjubel wurden in Ergänzung zum Konzept lediglich Hinweise zur Orientierung gegeben - Sanktionen erübrigen sich daher.“

          „Die Liga wird noch nachschärfen, da bin ich mir recht sicher“, meinte Söder. „Der Fußball hat eine extreme Vorbildfunktion, deshalb sollte man die Anweisung einhalten und nächste Woche drauf achten“. Grundsätzlich sei das Experiment mit Geisterspielen jede Woche auf Bewährung, da sich auch Rahmenbedingungen ändern können. Für alternativlos hält Söder, dass die Ersatzspieler trotz Abstands zu ihren Kollegen einen Mundschutz tragen müssen: „Auch die Spieler müssen sich halt an die Regeln halten“.

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