https://www.faz.net/-gtl-9u3sf

Sitzung der IOC-Exekutive : Infantino darf ins IOC, Coe nicht

Sebastian Coe: Keine Aufnahme ins IOC Bild: AFP

Wegen eines Interessenskonflikts darf Sebastian Coe nicht IOC-Mitglied werden, Gianni Infantino gilt diesbezüglich als unproblematisch. Die Jugendwinterspiele 2024 werden ins südkoreanische Pyeongchang vergeben.

          1 Min.

          Sebastian Coe darf einstweilen nicht Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) werden. Wie IOC-Präsident Thomas Bach am Donnerstag in Lausanne mitteilte, stehe einer Aufnahme des Präsidenten des Internationalen Leichtathletikverbandes dessen Position als Vorsitzender der Beratungsagentur CSM entgegen, die auch für das IOC tätig ist. Das sei das Ergebnis einer Prüfung. Coe arbeite daran, den Interessenkonflikt aufzulösen, sagte Bach auf einer Pressekonferenz nach Abschluss der Sitzung der IOC-Exekutive.

          Hingegen sollen Gianni Infantino, Präsident des Internationalen Fußballverbandes, Yasuhiro Yamashita, der Präsident des japanischen olympischen Komitees und David Haggerty, der Präsident des Internationalen Tennisverbandes, bei der IOC-Session im Januar zur Aufnahme stehen.

          Bach teilte zudem mit, dass die Jugendwinterspiele 2024 ins südkoreanische Pyeongchang, Gastgeber von Olympia 2018, vergeben werden. Das IOC sei offen für eine Beteiligung Nordkoreas als Gastgeber, sollte Interesse bestehen, sagte Bach. Darüber sei noch nicht verhandelt worden. Gefragt, ob ihn die jüngsten Berichte über die massenhafte Internierung uigurischer und anderer Bürger muslimischen Glaubens in China in Arbeits- und Umerziehungslagern („wascht Gehirne, reinigt Herzen“) angesichts der Gastgeberrolle Pekings für die Winterspiele 2022 sorgten, sagte Bach, man nehme die Menschenrechtsverpflichtungen ernst, soweit die Olympischen Spiele betroffen seien. „Wir müssen unsere Grenzen und Beschränkungen respektieren“, sagte er.

          Bach zeigte sich erfreut darüber, dass an die Spiele in Peking die Zertifizierung 20121 für nachhaltiges Eventmanagement der Internationalen Organisation für Normung vergeben wurde. Über die Entscheidung der Welt-Anti-Doping Agentur zur mutmaßlichen Manipulation der Daten des Moskauer Anti-Doping-Labors am kommenden Montag könne und wolle er nicht spekulieren. Das IOC werde sie sorgfältig analysieren.

          Weitere Themen

          „Das macht keinen Sinn“

          Karl-Heinz Rummenigge : „Das macht keinen Sinn“

          Pläne sehen vor, dass 16 Topklubs aus Europa im Sommer in Amerika eine „Champions League on Tour“ spielen. Der FC Bayern stemmt sich dagegen. Ein anderes neues Format indes gefällt Karl-Heinz Rummenigge viel besser.

          Topmeldungen

          Holocaust-Gedenken : Deutschlands Verantwortung

          Taugt die Erinnerungskultur überhaupt, um tatsächlich zu verhindern, was sie verhindern will? Die vergangenen Tage lassen hoffen, dass Leute, die das auf fatale Weise verneinen, nicht triumphieren werden.
          Der frühere EU-Ratspräsident Donald Tusk (r.) im vergangenen Juni mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán am Rande des EU-Gipfels in Brüssels

          Mitglied in der EVP : Fidesz bleibt suspendiert

          Der EVP-Parteichef hat sich entschieden. Für einen Ausschluss der ungarischen Regierungspartei Fidesz aus der Parteienfamilie gebe es keine klare Mehrheit, sagte Donald Tusk in einer Fraktionssitzung in Brüssel.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.