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IOC : Sebastian Coe wird endlich Mitglied im Olymp

Bald IOC-Mitglied: Sebastian Coe Bild: Reuters

Die Leichtathletik ist künftig als olympische Kernsportart wieder im IOC vertreten. IOC-Chef Thomas Bach kündigte die Aufnahme von WA-Präsident Sebastian Coe an. Zudem gibt es Überlegungen, wie Olympiateilnehmer künftig ihre Meinung äußern dürften.

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          Fünf Jahre lang musste Sebastian Coe warten. Am 17. Juli soll er nun aber kraft seines Amtes als Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes (WA) ins Internationale Olympische Komitee (IOC) aufgenommen werden. Dies gab IOC-Präsident Thomas Bach am Mittwoch nach einer virtuellen Sitzung der Exekutive in einer Online-Pressekonferenz bekannt. Die Session im Juli, die ebenfalls nur virtuell abgehalten wird, muss Coes Aufnahme nach dem Vorschlag durch die Exekutive noch bestätigen, was aber zu erwarten ist.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          Bis zum 1. Juli muss Coe der Ethik-Kommission des IOC noch Dokumente vorlegen, die beweisen, dass sich seine Rolle bei dem Beratungsunternehmen CSM Sport and Entertainment geändert hat. Bisher fungierte er dort als Geschäftsführer. Inzwischen bekleide Coe eine „passive Rolle“, sagte Bach. Bisher hatte die Ethik-Kommission aufgrund dieser Tätigkeit einen Interessenkonflikt gesehen, der Coes Aufnahme ins IOC verhinderte. Seit dem Ausscheiden seines Vorgängers Lamine Diack 2015 ist der Weltverband der Leichtathleten, eine der Kernsportarten des Olympischen Programms, nicht mehr im IOC vertreten.

          IOC prüft Wege

          Auch zum Thema politischer Demonstrationen von Athleten äußerte sich Bach, nachdem er eine Erklärung der Exekutive gegen Rassismus vorgelesen hatte. Die IOC-Athletenkommission werde auf eigene Initiative „verschiedene Wege überprüfen, wie Athleten sich ausdrücken können, einschließlich der Zeit der Olympischen Spiele“. Dabei müsste der „Olympische Geist“ respektiert bleiben.

          Regel 50 der Olympischen Charta verbietet Athleten politische Meinungsäußerungen auf dem Spielfeld. Schon durch ihre Teilnahme, erklärte Bach, demonstrierten die Sportler gegen jede Art von Diskriminierung, weil deren Ablehnung zu den Prinzipien der Bewegung gehöre. „Das ist in der DNA, es ist die Existenzberechtigung der Olympischen Spiele.“  Auf die Frage, ob es Athleten erlaubt würde, bei Siegerehrungen niederzuknien, sagte er, er wolle den Vorschlägen der Athletenkommission nicht vorgreifen. „Das wäre unfair.“

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