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Schutzschirm für Vereine : Der Sport fordert einen Förderfonds

Schutzschirm gefordert: Förderungen sollen Vereinen und Verbänden helfen. Bild: dpa

Angesichts der Corona-Krise hat der Deutsche Olympische Sportbund einen finanziellen Schutzschirm für Verbände und Vereine ins Gespräch gebracht. Und an die einzelnen Mitglieder richtet der DOSB einen Appell.

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          Der Deutsche Olympische Sportbund und die 16 Landessportbünde appellieren an die Mitglieder ihrer 90.000 Sportvereine, nicht ihre Mitgliedschaft zu kündigen, da Hallen und Anlagen derzeit gesperrt sind. Mit dem Aufruf zu Solidarität geht die Forderung nach staatlicher Unterstützung einher. Durch die Corona-Krise seien viele Organisationen in eine ökonomische und organisatorische Schieflage geraten, heißt es in einer Mitteilung der Konferenz der Landessportbünde.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Den finanziellen Einbruch der Vereine könnten weder regionale noch nationale Verbände ausgleichen, da sie durch die Unterbrechung ihrer Bildungsarbeit und die Absage von Veranstaltungen selbst enorme Einnahmeausfälle hinnehmen. Bund und Länder werden aufgefordert, finanzielle Zuwendungen aufrechtzuerhalten und einen solidarischen Förderfonds zu schaffen, um den Fortbestand von Vereine und Verbände zu sichern.

          „Die gemeinwohlorientierten Sportorganisationen sind eine starke Säule Deutschlands und stehen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Miteinander ein. Diese Säule darf gerade in diesen Zeiten nicht ins Wanken geraten, ohne staatliche Unterstützung wird dies jedoch nicht überall gelingen“, heißt es wörtlich in der Erklärung. „Die Folgen für das Zusammenleben, für psychische und physische Gesundheit, Inklusion, Integration und Lebensqualität wären unabsehbar.“ Der Sport in Deutschland zählt 27 Millionen Mitgliedschaften.

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