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Schalkes Nachkriegspräsident : Ein Fremder im eigenen Verein

  • -Aktualisiert am

Erfolgreichste Ära in der Nazi-Zeit: Schalke wird 1934, 1935, 1937, 1939 (das Bild zeigt das damalige Team), 1940 und 1942 deutscher Meister. Bild: Picture-Alliance

Während der nationalsozialistischen Diktatur wurde der Jude Fritz Levisohn ausgeschlossen, verfolgt, verhaftet, misshandelt – und nach der Heimkehr erster Präsident von Schalke 04 nach dem Krieg. Ihm folgte ein Nazi der ersten Stunde.

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          Im Mai wurde auf dem Trainingsgelände des FC Bayern an der Säbener Straße in München ein Denkmal enthüllt. Lebensgroß und in Bronze, das Jackett sportlich über die Schulter geworfen, sitzt er dort: Kurt Landauer, seinem Nachfolger Uli Hoeneß zufolge „einer der größten, vielleicht der größte Präsident des FC Bayern“. Landauer leitete die Geschicke der Bayern dreimal; in den Jahren 1913 und 1914, in der Weimarer Republik von 1919 bis 1933 und schließlich zwischen 1947 und 1951.

          Als er zehn Jahre später starb, geriet er weitestgehend in Vergessenheit, bis seine Person und seine Verdienste um den bayerischen und deutschen Fußball zuletzt Anerkennung und Würdigung erfuhren. Während das Engagement des 1938 im Konzentrationslager Dachau internierten und nach seiner Entlassung ins schweizerische Exil gedrängten Juden Landauer für den FC Bayern außergewöhnlich war, ist das Wirken eines anderen deutsch-jüdischen Fußballfunktionärs der Nachkriegszeit bis heute nahezu gänzlich vergessen.

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